
33 Grad im Schatten, ein Aperol in der Hand und fünf Kilometer durch den Wald: Trotz hochsommerlicher Temperaturen machten sich am Samstagnachmittag zahlreiche Besucher auf den Weg zur ersten Spritztour der Burghexen Dilsberg.


Vier Stationen rund um den Dilsbergerhof luden zum Verweilen ein – mit kühlen Getränken, kleinen Speisen und schattigen Plätzen unter den Bäumen. Bereits am Clubhaus in der Langenzeller Straße verteilte die Burghexen-Crew ab 14 Uhr Stempelkarten und die ersten Wegzehrungen. „Vier Aperol bitte“, lautete die Bestellung einer bestens gelaunten Gruppe, bevor sie loszog.


Zwar konnte man an jeder Station in die Tour einsteigen, doch die meisten entschieden sich für den Start am Clubhaus der Burghexen. Das frühere Wohnhaus der Familie von Nicole Frommann dient heute als Vereinsheim.


Die Spritztour führte zunächst zur Wiese am Reitenberg-Gedenkstein. Dort gab es bereits den ersten schattigen Zwischenstopp und damit eine willkommene Pause kurz nach dem Start. Schon hier wandelte sich die Stimmung vom sportlichen Gehen zum geselligen Verweilen.


Weiter ging es durch kühlende Waldabschnitte zum Dilsberger Brunnen. Ein immer wieder aufkommendes laues Lüftchen sorgte für angenehme Bedingungen.


An jeder Station warteten Helfer mit Getränken oder kleinen Snacks, am Klärwerk holten die Teilnehmer lediglich den Stempel für ihre Karte ab. Danach ging es entweder über den schattigen Weg und den Reitenberg, oder aber über den Alten Hofweg zurück zum Clubhaus. Dort luden Liegestühle und Sonnenschirme zum Entspannen ein. Erst mit vier Einträgen war der Stempelpass vollständig. Am Ende konnten die Teilnehmer ihn gegen ein Los für Freigetränke eintauschen.


Viele achteten deshalb darauf, keine Station auszulassen. Besonders am Reitenberg zeigte sich der Charakter der Veranstaltung: Zwischen den Bäumen hingen bunte Laternen. Liegestühle und Bänke luden zum Ausruhen ein. Musik sorgte für entspannte Stimmung. Viele Teilnehmer – Dilsberger und Burghexen-Freunde aus dem Umland – nutzten die Gelegenheit zum Gespräch. Andere ruhten sich auf den Bänken oder im Schatten aus, bevor sie den nächsten Abschnitt angingen. Kurze Hosen, Sonnenbrillen und ein kühles Getränk in der Hand waren an diesem Nachmittag das Erkennungszeichen der Spritztour.


Rund 16 Helfer, allesamt Burghexen, verteilten sich auf die Stationen und versorgten die Gäste. Die Idee zur Spritztour entstand bei der Teilnahme an der Glühweinwanderung 2025 in Waldwimmersbach, erzählte Burghexe Nicole Frommann. „Warum nicht eine Veranstaltung bei uns im Sommer mit Aperol?“, sei damals der Gedanke gewesen.


Die Spritztour ist zugleich ein neues Sommerformat für den jungen Verein, der sich erst vor zwei Jahren aus einem Freundeskreis heraus gegründet hat. Mit der Aktion gehen die Hexen bewusst über die klassische Fasnachtszeit hinaus und wollen den Verein im Ort und Umland sichtbarer machen, sagte Nina Rieth. Ab 17 Uhr verlagerte sich das Geschehen zurück an das Clubhaus, wo der Wandertag ausklang.


Manche stärkten sich mit Bratwurst und Pommes, andere ließen den Nachmittag mit einem kühlen Getränk im Liegestuhl oder an der Bar ausklingen. Die Premiere zeigte, dass das Konzept aus Bewegung, Begegnung und entspannter Sommeratmosphäre bei den Besuchern gut ankam. Nach Angaben der Organisatoren soll die Spritztour künftig jährlich stattfinden.
T. mbue
B. privat