Bericht von der Sitzung des Ortschaftsrates Dilsberg am 19. Oktober 2026
Der Ortschaftsrat Dilsberg beschäftigte sich auf seiner letzten Sitzung schwerpunktmäßig mit der Gründung einer Nachbarschaftshilfe für Dilsberg. Eine von ihm beauftragte Arbeitsgruppe aus zwei Ortschafsrätinnen und vier weiteren Bürgerinnen und Bürgern haben unter der Leitung von Roger Braun ein Konzept für eine Nachbarschaftshilfe erarbeitet, das der Letztgenannte mit einer Präsentation vorstellte.
Bereits bei der in Dilsberg durchgeführten Bürgerbefragung haben sich die wichtigsten Bedarfe im Rahmen von Nachbarschaftshilfe ergeben. Diese sind:
Fahrdienste (bereits durch das Bürgermobil abgedeckt), kleine Hilfen in Haushalt und Garten, Unterstützung beim Einkauf oder auch Hilfe am Computer, beim Ausfüllen von Formularen oder eine Haustierbetreuung.
Aus den verschiedenen, bereits vorhandenen Modellen hat sich für die Arbeitsgruppe ein bereits in Epfenbach etabliertes als geeignet herausgestellt. Dort ist eine Nachbarschaftshilfe organisiert, die über die App „helpzz.de“ oder über den PC oder Telefon erreichbar ist. Die Annahme der Anfragen übernimmt in Epfenbach das Rathaus. Es können aber auch andere, wie etwa ein benannter Lotse für diese Aufgabe vorgesehen werden. Die jeweilige Anfrage wird an die freiwilligen Helfer/innen weitergeleitet, die sich dann zur Erledigung der jeweiligen Helferanfrage bereit erklären. In Epfenbach haben sich mehr als 20 Bürger/innen gefunden, die zur Übernahme von Helferdiensten bereit sind. Die Helfer/innen unterliegen für ihren jeweiligen Einsatz einem Versicherungsschutz über das Land Baden-Württemberg.
Die Installierung einer solchen Nachbarschaftshilfe soll ausschließlich für Dilsberg vorgesehen werden. Dazu werden zu Beginn einer solchen Aktion zunächst mindestens acht bis zehn Freiwillige benötigt, die über eine Informations-
veranstaltung oder über persönliche Ansprache gefunden werden sollen. Nachdem Ortsvorsteher Erles der Arbeitsgruppe und insbesondere dem hauptverantwortliche Roger Braun für Ihr Engagement gedankt hatte, goss er etwas Wasser in den Wein: Zum einen bezweifelte er, ob genügend Bürger sich für einen solchen Hilfsdienst zur Verfügung stehen (für das Bürgermobil gibt es z.B. nur einen Dilsberger Fahrer), zum anderen sieht er keine Möglichkeit, dass die Ortsverwaltung die Lotsenleistung für diesen Dienst übernimmt. Für die Übernahme der für dieses Projekt entstehenden Unkosten in Höhe von ca. 400 Euro im ersten und ca. 1.000 Euro in den weitern Jahren sieht er kein Problem.
Die Initiatoren/Initiatorinnen der Nachbarschaftshilfe sind aber hoffnungsvoll, sowohl einen Lotsen als auch die für den Anfang notwendigen freiwilligen Helfer/innen zu finden. Der Ortschaftsrat dankte abschließend der Arbeitsgruppe für Ihre Tätigkeit und beauftragte die Ortsverwaltung die weiteren Schritte zur Realisierung einer
Nachbarschaftshilfe einzuleiten. Dazu gehören u.a. die Durchführung einer Informationsveranstaltung und die Mithilfe bei der Suche nach Freiwilligen für diesen Dienst.
Ortvorsteher Erles gab abschließend noch folgende Informationen weiter:
- Die Stadtverwaltung hat der Nutzung des Mobilfunkmastes oberhalb des Schänzels für weitere 30 Jahre genehmigt.
- Die auffällig gewordenen Bewohner des ehemaligen Gasthofes „Pflug“ in Dilsbergerhof wurden inzwischen anderweitig untergebracht.
- Am 29.Oktober kommen Studierenden der Universität Stuttgart, um erste Schritte für ihr Beratungsobjekt zur Weiterentwicklung des Dorfes einzuleiten.
- Die Errichtung eines Nahwärmenetzes für die Feste Dilsberg ist auf deutliches Interesse der Bewohner/innen gestoßen. Daher beschloss der Gemeinderat, eine Machbarkeitsstudie für ein solches Projekt erstellen zu lassen.
- In den Herbstferien wird die Hallenbeleuchtung der Graf-von-Laufen-Halle erneuert
Für das abschließend von Mitgliedern des Ortschaftsrates eingebrachte Durchfahrtsproblem in Dilsbergerhof gibt es keine kurzfristige Lösung, außer dem Appell an die Anwohner, ihre Fahrzeuge auf ihren Grundstücken und nicht auf der Straße abzustellen.
Dilsbergerhof, 21.Oktober 2026 gez. Walter Berroth
