Dilsberger Biker unterwegs in den Alpen

Mountainbiker des TB09 wieder unterwegs in den Alpen – Biketour nach Grindelwald CHein Selbstbericht

26.06. – 29.06.2025

Teilnehmer: Maurer Wolfgang, Maurer Jürgen, Hoffmann Hajo, Plez Volker, Hillebrand Christoph, Hillebrand Felix, Kunz Daniel, Hölzer Jens, Bellem Andreas und unsere beiden Guides Marco und Walter aus der Schweiz

Uns erwarteten: hochalpine Touren vor weltberühmter Kulisse mit markanten Steigungen und teils kniffligen, aber naturbelassenen Trails. Die Fahrtechnik: S2 – stellenweise S3. Die Kondition: schwer. Das E-Bike empfohlen. Panorama: einzigartige weltberühmte Berggipfel.

Treffpunkt war in Stechelberg oberhalb von Lauterbrunnen. Walter und Marco, zwei einheimische Guides begleiteten die Tour in den drei Tagen.

Etappe Donnerstag: Rund um die Mürrenfluh 27km 1250Hm 3h 30min

Nach dem Mittagessen machten wir uns startklar für die erste Tour. Vorbei an der Talstation der Schilthorn Seilbahn führte uns der Radweg talauswärts direkt an den weltberühmten Staubbachfällen vorbei bis nach Lauterbrunnen.

Hier begann der Anstieg hoch nach Isenfluh, nach kurzer Zeit wurden wir unterwegs von einem Gewitter überrascht. Da hieß es: schnell rein in die Regenklamotten und warten bis das Gewitter vorbei ist.

Das Gewitter zog ab, doch der leichte Regen begleitete uns für den restlichen Tag. Bei der Einkehr im Bergrestaurant Winteregg, trockneten wir unsere nassen Sachen etwas und füllten unseren Kalorienspeichen mit Kuchen und einem Heißgetränk auf.

Bei guter Sicht genießt man von hier die Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Aber Nebelschwaden verwehrten uns an diesem Tag den Blick darauf. Aber kein Frust: das Berner Dreigestirn sollte uns auch in den kommenden Tagen begleiten, vorausgesagt mit strahlendem Sonnenschein.

Gestärkt wagten wir den weiteren Anstieg zum Allmihubel bis nach Mürren in 1887 m Höhe. Die Abfahrt über Mürren und Gimmelwald bot fahrtechnisch wenig Herausforderungen.

Im Tal angekommen, ging es über Sichellauenen zurück zu unserem Ausgangspunkt nach Stechelberg. Dort verluden wir die Bikes auf die Autos und nach einer halbstündigen Fahrt hoch nach Grindelwald, kamen wir in unserem Hotel an.

Etappe Freitag: 27.06.2025 Runde zum Bachalpsee 31km 1450Hm 4h
An diesem Tag erklommen wir die schmale Asphaltstraße zur großen Scheidegg.

Außer dem Postauto hatten wir keinen Verkehr zu befürchten. Dieses genießt dafür uneingeschränkten Vortritt und kündigt sich dem Verkehr lautstark per Fanfare an. Dann hieß auch für uns: Platz machen.

Nach einer kurzen Einkehr auf der Passhöhe der großen Scheidegg zweigten wir in den Trail nach First ab.

Blauer Himmel und ein fantastisches Bergpanorama motivierten die Truppe.

Im gleichnamigen Bergrestaurant genossen wir unser Mittagessen und die großartige Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau.

Schwindelfreie wagten sich auf den Cliff Walk, um noch intensiver die Bergwelt zu erleben.

Allein waren wir hier oben an der Bergstation der Seilbahn nicht, Heerscharen von Touristen genossen die Berge mit Selfiestick und anderem Equipment. Auf unserem Trail zum Bachalpsee wurden es dann wieder merklich ruhiger, hier waren wieder weniger Touristen unterwegs.

Der malerische Bachalpsee garantierte tolle Bilder fürs Fotoalbum.

Von den beiden Guides Marco und Walter gab es nun noch ein Schmankerl der besonderen Art: „der Downhill nach Grindelwald“. Dieser forderte höchste Konzentration. Der Schwierigkeitsgrad S2-S3 ist nicht jedermanns Sache. Aber mal kurz absteigen, ist ja keine Schande.

Etappe Samstag 28.06.2025 Kleine Scheidegg 41km 1850Hm 4h 40min
Von Grindelwald aus fuhren wir erst mal ab ins Tal nach Grund. Geschäftiges Treiben erwartete uns, denn hier startet die Zahnradbahn hinauf zum Jungfraujoch.

Die anfangs gut ausgebaute Straße hoch zur kleinen Scheidegg mehr oder weniger parallel zur Zugstrecke erforderte einiges an Kondition, bis wir an einer ersten Rast am Berghaus Alpiglen in 1615 m Höhe am Fuß der Eigernordwand standen. Der Schattenwurf des gewaltigen Berges war eindrücklich!

Oben angekommen genossen wir das grandiose Panorama auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Auf der Terrasse eines Bergrestaurants legten wir eine Mittagpause ein, bevor sich einige von uns dem Trail der berühmten Lauberhornabfahrt widmeten.

Ansichten des berüchtigten Hundschopf.

Beim Hangeggschuss erreichen wir glücklicherweise keine 140km/h wie die Skirennfahrer, zügig runter ging es für uns trotzdem. Danke an Walter und Marco, die uns den Streckenverlauf und die Schlüsselstellen wie z.B. durch die Unterführung der Zahnradbahn erklärten.

Das Zwischenziel Wengen erreichten wir auf einer gut ausgebauten Schotterstraße.

Von da aus ging es dann jedoch über unzählige sehr steile und enge Serpentinen bis runter ins Tal nach Lauterbrunnen und weiter nach Zweilütschinen in einen gemütlichen Biergarten.

Im Anschluss kam nun das, was kommen musste: nach einer langen Abfahrt mussten wir wieder einige Höhenmeter zurück hoch nach Grindelwald erklimmen. Ein gut ausgebauter Radweg entlang dem Gebirgsbach brachte uns dahin.

Fazit der Tour:
Diese Tour hatte wieder einmal unsere Erwartungen mehr als erfüllt und war landschaftlich ein Traum. Wir werden noch lange davon erzählen.

Anmerkung: Wer möchte kann sich uns nächstes Jahr gerne anschließen, allerdings ist regelmäßiges Training erforderlich. Wir treffen uns jeden Samstagmittag um 15 Uhr bei der Volksbank im Neuhof (Bushäuschen)

Text: Andreas
Bilder: Christoph, Volker, Andreas, Wolfgang, Marco