Bürgerinformationsveranstaltung zu Aktuellem in Dilsberg

Mutmaßlich wetterbedingt waren nur wenige Bürgerinnen und Bürger Dilsbergs der Einladung von Bürgermeister Seidel und Ortsvorsteher Erles gefolgt. Diejenigen die nicht da waren, versäumten komprimierte und sehr anschaulich vorgetragene Informationen über geplante Entwicklungen in Dilsberg.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister und Ortsvorsteher führte die Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Frau Kurch, in die zu erwartenden Vorträge ein. Zunächst stellte Dr. Max Peters vom Ingenieurbüro GEF in Leimen die Ergebnisse einer Vorstudie zur Wärmeversorgung der Feste Dilsberg vor. Dazu könnte auf der Tuchbleiche eine Heizzentrale entstehen, bestehend aus einer Luft-Wärmepumpe und – für die Spitzenlast – einem Pelletkessel. Von dort aus können dann über eine unterirdische Leitung, die durch die Kellerräume der Gebäude geführt werden soll, alle Häuser in der Feste beheizt werden.

Nach den bisherigen Untersuchungen lässt sich eine solche Wärmeversorgung wirtschaftlich rechnen. Für die Nutzung der Keller-/Untergeschoss-Leitungen bedarf es allerdings der Zustimmung möglichst aller Gebäudebesitzer/innen. Die Stadt wird eine unverbindliche Interessenbekundung unter den Bewohnern der Feste durchführen. Wenn es eine positive Resonanz gibt, wird die Stadt im Herbst eine Machbarkeitsstudie anstoßen, die ergebnisoffen prüft, ob ein gemeinsames Nahwärmenetz für die Feste Dilsberg technisch, wirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll umgesetzt werden kann.

Ortsvorsteher Erles stellte dann die vier Ankerprojekte vor, zu denen sich der Ortschaftsrat aus den Ergebnissen der Bürgerbefragung in Dilsberg veranlasst sieht:

  1. Überplanung des Wiltschko-Platzes als zentraler Treffpunkt
  2. Neubau des Feuerwehrhauses mit Bürgerbegegnungsstätte und Ortsverwaltung auf der Tuchbleiche
  3. Projektierung eines barrierefreien Mehrfamilienhauses, das u.a. dazu führen soll, dass einzeln in großen Immobilen wohnende ältere Bürger/innen, diese an jüngere Familien abgeben
  4. Schaffung einer Möglichkeit zur Baumbestattung auf dem Friedhof Dilsbergerhof. Diese Bestattungsform wurde in der Umfrage als die meist gefragteste benannt.

Bürgermeister Seidel widmete sich dem Thema Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen. Das Ergebnis einer Untersuchung durch ein Ingenieur-Fachbüro war: Nur auf den Gemarkungen Dilsberg und Mückenloch ist die Errichtung solcher Anlagen möglich.

Als Flächen in Dilsberg kommen in Frage: Die ehemalige Obstanlage mit anschließenden Grundstücken, eine Fläche südlich des Dilsbergerhofes, Richtung Langenzell. Flächen am Waldrand südwestlich des Dilsbergerhofes. Dazu kommen 4 Flächen oberhalb von Mückenloch. Solche Anlagen lassen sich nur errichten, wenn sich die Eigentümer dazu entschließen, diese Flächen freizugeben und sie entweder zu verkaufen, zu verpachten oder sich in einer die Anlagen betreibenden Genossenschaft zusammen- bzw. anzuschließen. Um die Planung solcher Projekte durchzuführen stehen in den nächsten sechs Monaten Mittel des Bundes zur Verfügung. Bürger/innen, die Interesse an solcher Verwertung ihrer Grundstücke haben, sollten sich innerhalb der nächsten sechs Monate bei der Stadtverwaltung melden.

Frau Enders, die Leiterin der Abteilung 7 – Fördermittel und Vergabemanagement – im Rathaus, wies auf die Fördermittel hin, die es im Rahmen des Landes-Projektes „Entwicklung ländlicher Raum“ gibt.

Gefördert werden können z.B. Abbruch baufälliger Häuser, Umbauten von Einfamilienhäusern in Zwei- oder Mehrfamilienhäuser und sonstige Sanierungsmaßnahmen in und an bestehenden Gebäuden. Die Anträge können nur noch bis zum 30. September gestellt werden. Die Baumaßnahme darf noch nicht begonnen sein und sie muss dem Eigenbedarf dienen.

Interessierte Bürger/innen sollten sich bis zum 1. September 2026 bei der Stadtverwaltung melden, um die Förderfähigkeit zu prüfen. Eine ausführliche Liste der geförderten Maßnahmen wird auf der Homepage bereitgestellt.

Die Anträge können nur noch bis zum 30. September gestellt werden. Die Baumaßnahme darf noch nicht begonnen sein und sie muss dem Eigenbedarf dienen.

Frau Kurch schloss die Veranstaltung mit dem Hinweis, dass die Referentin und die Referenten anschließend zur Einzelauskünften zur Verfügung stehen.

Die PowerPoint-Präsentationen der Vortragenden werden ab der 28. Woche auf der Homepage der Stadt Neckargemünd eingestellt.


T. Walter Berroth (erg. Susanne Kurch)/red