„Kunst am Dilsberg“ abgesagt – Künstler zogen nach Heidelberg um

Die für die Fastnachtsferien geplante Ausstellung „Kunst am Dilsberg“ in der Graf-von-Lauffen-Halle findet nicht statt. Der organisierende Arbeitskreis sagte die Veranstaltung am 30. Januar ab. Geplant war eine mehrtägige Ausstellung mit über 20 Künstlerinnen und Künstlern aus Dilsberg und Umgebung. Eine ähnliche Ausstellung hatte es bereits 2015 gegeben und war damals sehr erfolgreich.

Das Organisationsteam aus Dina Jetbayeva, Leiterin der Dilsberger Malschule, Constanze Koch und Bernhard Hoffmann hatte bereits 2025 früh mit den Vorbereitungen begonnen: Künstlerinnen und Künstler wurden akquiriert, Räumlichkeiten reserviert und ein Rahmenprogramm geplant. Auch der Austausch mit der Ortsverwaltung Dilsberg und der Stadt Neckargemünd war von Beginn an Teil der Planungen. Unterstützung bei organisatorischen Fragen – etwa bei Ständerwänden, Räumen oder Genehmigungen – sei zugesagt worden. Eine aktive Mitarbeit im Arbeitskreis oder finanzielle Mittel habe es jedoch nicht gegeben, erklärte Ortsvorsteher Andreas Erles.

Im weiteren Verlauf zeigten sich offene Fragen zu Zuständigkeiten sowie zu rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen. Die Stadt Neckargemünd betonte, dass eine Schirmherrschaft des Bürgermeisters nur für nicht-kommerzielle, ehrenamtliche Veranstaltungen möglich sei und angesichts der angespannten Haushaltslage keinerlei städtische Mittel bereitgestellt werden könnten. Verwaltung und Bürgermeister seien zudem an die Vorgaben des Gemeinderats und des Kommunalrechts gebunden; darüber hinausgehende Unterstützung sei rechtlich nicht zulässig, so Stadtverwaltung und Ortsvorsteher.

Vor diesem Hintergrund sah der Arbeitskreis keine verlässliche Grundlage mehr für die Durchführung. Zeit und Ressourcen für größere konzeptionelle Änderungen so kurz vor dem geplanten Ausstellungsbeginn standen nach eigenen Angaben ebenfalls nicht zur Verfügung. Nach intensiven Absprachen mit Verwaltung und Beteiligten entschied sich der Arbeitskreis schweren Herzens zur Absage. Die Veranstalter bedauern dies sehr und betonen, dass sich trotz aller Bemühungen keine tragfähige Lösung finden ließ.

Wechsel zum METAMORPHOSEN-FESTIVAL

Neue Umstände schufen neue Möglichkeiten. Über Kontakte nach Heidelberg entschieden sich einige Künstlerinnen und Künstler, ihre Arbeiten Mitte Februar im Heidelberger Atelier „heideLLibelle“ zu zeigen.

2018 gründete Anna Donska in Heidelberg eine Kunstschule, seit 2023 arbeitet das Team in eigenen Räumen. Seit 2026 leiten Anna Donska und Dina Jetybayeva gemeinsam die heideLLibelle Galerie für Kunst und Bildung in der Heidelberger Weststadt.

Ihre Leidenschaft für die Kunst und der Wunsch, Kreativität zu teilen, prägen die Arbeit bis heute – und geben dem Projekt in allen Lebenslagen Kraft und Richtung.

Volles Haus in der Häusserstraße 15 in Heidelberg. Die Organisatoren strahlten, überwältigt von der Resonanz. Über Hundert Besucher kamen zur Vernissage am 14.2. und bestaunten die gelungene Mischung aus Fotokunst, Acrylmalerei, Tonplastiken und Stoffen.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 18.2.2026.

T.+B. BZ, mbue