Die Freiwillige Feuerwehr Neckargemünd Abteilung Dilsberg blickt auf ein bewegtes Jahr zurück: 51 Einsätze, engagierte Mitglieder und die Debatte um ein neues Gerätehaus prägten 2025. Abteilungskommandant Harald Theocharidis berichtete darüber bei der Jahreshauptversammlung am 6. März im gut besuchten Schützenhaus.

Nach dem Totengedenken zog er Bilanz: Die Dilsberger Wehr zählt 49 Mitglieder – 22 in der Einsatzabteilung, sieben in der Alterswehr und 20 in der Jugendfeuerwehr. Besonders hob Theocharidis den Nachwuchs hervor. Für die Jugendfeuerwehr gibt es sogar eine Warteliste.


Neben den Einsätzen steht die Ausbildung im Mittelpunkt. In etwa 40 Übungen schärften die Mitglieder ihre Fähigkeiten, zum Beispiel als Maschinisten. „Über 1000 ehrenamtliche Stunden kamen zusammen“, berichtete Theocharidis. Außerdem absolvierten Yannis Theocharidis die Truppführerausbildung und Marius Maurer die Qualifikation zum Gruppenführer und Löschmeister. Die räumliche Lage der Feuerwehr bleibt ein Dauerthema.


Das geplante neue Gerätehaus soll vorerst provisorisch auf dem Tuchbleichenplatz stehen. In 70 Wochen trifft das neue Fahrzeug ein, bis dahin muss ein Unterstand bereitstehen. Theocharidis warnte davor, sich mit der Übergangslösung zufriedenzugeben: „Das neue Feuerwehrhaus entsteht für die Bürger, um den Brandschutz zu gewährleisten. “ Er dankte Bürgermeister Jan Peter Seidel, Ortsvorsteher Andreas Erles und dem Förderverein – besonders Uwe Rupp und Thomas Prachtl – für ihre Unterstützung. Kassenwart Ulrich Brox berichtete über die Finanzen der Aktiven und der Jugendfeuerwehr. Eine wichtige Einnahmequelle bleibt die jährliche Christbaumsammelaktion. Auch Spenden des Fördervereins tragen wesentlich zur Jugendarbeit bei.


Jugendwartin Lisa Jakob berichtete von einem abwechslungsreichen Jahr: Übungen, Ausflug nach Tripsdrill, Gesamtjugendtage, Erste-Hilfe-Trainings und Engagement bei Ortsevents wie Sommertagszug und Martinsumzug. Axel Seufert hob die Alterswehr hervor, deren Mitglieder im Alter von 65 bis 90 Jahren regelmäßig zusammenkommen, Erfahrungen weitergeben und die Kameradschaft pflegen. In ihren Grußworten sicherten Maximilian Bernauer, erster Stellvertreter des Bürgermeisters, Unterkreisführer Thorsten Güll und Stadtkommandant Dirk Weinmann zu, dass an einer Lösung für die räumliche Situation gearbeitet werde. Ziel sei es, aus der Übergangslösung eine dauerhafte Perspektive zu entwickeln.


Bei den Ehrungen und Beförderungen wurden Felix Hillebrand, Tim Fischer, Maximilian Schäfer und Yannis Theocharidis zu Oberfeuerwehrmännern befördert. Jochen Schmidt erhielt eine Auszeichnung für 25 Jahre aktiven Dienst. Raphael Maier, Jürgen Seufert und Harald Theocharidis erhielten für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold sowie die Verleihungsurkunde des baden-württembergischen Innenministers Thomas Strobl. „40 Jahre, das muss man sich mal vorstellen!“, lobte Güll. Die Bereitschaft, Tag und Nacht einsatzbereit zu sein, verdiene höchsten Respekt. Kommandant Theocharidis wurde zudem zum Oberbrandmeister befördert.
Die Vorstandswahlen bestätigten die bisherige Führung: Harald Theocharidis bleibt Abteilungskommandant, Andreas Weitzell und Firaz El Atassi seine Stellvertreter. Michael Hofmann und Erhard Mayer wurden als Kassenprüfer wiedergewählt. Dem Abteilungsausschuss gehören Erik Jakob, Jochen Schmidt, Marius Maurer, Maximilian Schäfer und Yannis Theocharidis an. Zum Abschluss richtete sich der Blick auf das kommende Jahr. Neben Übungen und Einsätzen plant die Feuerwehr Veranstaltungen wie die Weihnachtsmeile, die Groove Night, das WM-Grillen und einen Familienausflug.
T.+B. mbue


