Dilsberg feierte für den guten Zweck: Groove Night wieder ein großer Erfolg

Rund 800 Menschen feierten bei der fünften Groove Night auf der Dilsberger Freilichtbühne – Besucherrekord für das Festival von „Dilsberg Aktiv“. Und wieder war ein herrlicher Sommerabend mit vier Bands und reichlich Musik. Dazu alles für einen guten Zweck. Auf zwei Bühnen spielten die Musiker ein abwechslungsreiches Programm, davor wurde getanzt, in den Rängen saßen Freunde und Familien zusammen. Kinder streiften über das Gelände, an den Getränkeständen herrschte reger Betrieb.

Der Eintritt war frei. Wie im Vorjahr spendet „Dilsberg Aktiv“ einen Teil der Einnahmen aus Getränken und Speisen an die Tafel Neckargemünd. 4000 Euro kamen 2025 zusammen. „Mindestens genauso viel“ erhofft sich Olaf Witt, der Vorsitzende von „Dilsberg Aktiv“, auch diesmal. Die Groove Night hat sich längst als fester Sommertermin etabliert.

Auch Bürgermeister Jan Peter Seidel mischte sich unter die Gäste. Er ist begeistert vom Konzept. Die Freilichtbühne erinnere ihn an die Heidelberger Thingstätte: Man bewege sich frei über das Gelände, treffe Bekannte und genieße Musik sowie die besondere Atmosphäre. Dilsberg Aktiv organisiere die Veranstaltung mit „Mut, Motivation und Manpower“.

Der Abend begann bei blauem Himmel und Sonnenschein, später kühlte es angenehm ab. Mit der Dunkelheit tauchten Lichter die Burgmauern in Farbe. Alex Stieg von der Burgbühne Dilsberg sorgte für die Beleuchtung, Florian Fischer von Steady + Frame Production aus Frankfurt für den Sound. Die Bässe waren druckvoll, die Gitarren klar zu hören – auch in den hinteren Reihen blieb der Klang differenziert.

Den Auftakt machten „The Lost Capodastros“ mit Raphael Maier, Jörg Grohmann, Ruben Beck und Adrian Moedebeck. Sie trotzten der erbarmungslos auf die Bühne scheinenden Sonne. In bunten Flower-Power-Hemden legten sie los, Raphaels warme, kraftvolle Stimme gab den Songs den perfekten Ausdruck.

Sie spielten Cover unter anderem von Pink Floyd, George Michael und Zach Bryan. Aus den Rängen tönte begeistert Applaus, die Reihen füllten sich rasch.

„Miss Daisy and her backseat lovers“ gehören ebenfalls seit der ersten Groove Night zum Programm. Dominik Jammernegg, Thorsten Groschi und Thorsten Matheis spielten während der Umbaupausen auf der kleineren Bühne im Bewirtungsbereich.

„White Flag“ von Dido, „Another Love“ von Tom Odell oder „Friday“ von The Cure interpretierten sie in eigenem Stil. Das Publikum setzte sich auf die Wiese, und lauschte den drei Musikern mit dem unverwechselbaren Sound. Dominiks Stimme ließ jede Melodie aufblühen.

An den Stehtischen verweilten Zuhörer, ergatterten einen der leckeren Flammkuchen. Dilsberger trafen auf Dilsberger, Freunde und Bekannte. Wiedersehensfreude, Familientreffen – Zeit zum Reden, Feiern, Genießen.

Mit „Unexpected“, einer weiteren Dilsberger Band der ersten Stunde, strömte das Publikum zurück zur Hauptbühne. Die Tanzfreudigen begannen sofort zu zappeln, als Tommy Gorny, Olaf Witt, Markus Gaa und Martin Busemann Songs wie „Heavenly Creatures“, „Keep the Night Away“ und das Cover „Let Me Entertain You“ spielten.

Während die Sonne langsam hinter dem Wasserturm versank, verabschiedeten sie die heißen Sommertage der letzten Monate mit „Heat Wave“. „Ab jetzt schreiben wir nur noch Songs übers Wetter“, scherzte Olaf. Spätestens jetzt gerieten alle in den Groove-Night-Modus. „Ich liebe den psychedelischen Sound der Band“, schwärmte Matthias aus Dilsberg.

Musik und guter Zweck: Bürgermeister Seidel brachte es auf den Punkt – für eine solche Veranstaltung braucht es viele Helfer. Neben den Bands sorgten wieder zahlreiche Unterstützer für den Erfolg der Groove Night. Thomas Schild fuhr seine Flammkuchen-Ape vor, Vereinsmitglieder belegten die Flammkuchen.

Die Freiwillige Feuerwehr grillte; gleich daneben stand ein Riesenzelt für die Getränke. Ein großes Team schenkte den ganzen Abend in Schichten Getränke aus, füllte nach und kümmerte sich darum, dass alle versorgt waren.

Zwei Fliegen mit einer Klappe: Mitmachen und helfen und Spaß haben. Die Aperolmaschine brummte, Wasser, Limo, Bier und Weinschorlen flossen ununterbrochen nach. Die Helfer im Groove-Night-Shirt arbeiteten reibungslos zusammen: Einer gab die Getränke aus, ein anderer die Bons. Alle zwei Stunden wechselte die Teambesetzung.

Während die Erwachsenen der Musik lauschten und sich unterhielten, tobten Kinder ausgelassen durch die Gänge und über die Wiese, bzw. das, was nach den heißen Tagen noch davon übrig war.

Potzblitz riss die Stimmung am Abend auf den Höhepunkt. Die Heidelberger Band war erstmals dabei, nachdem Lui Jakob von Dilsberg Aktiv sie eingeladen hatte. Alex , Tobi, Johannes und Gegges füllten mit „Word Up“, ihrem Eröffnungsstück, die Tanzfläche gleich. Mit Wucht und Energie vertrieben sie jede Müdigkeit aus dem Publikum. Die Besucher standen nun und tanzten, wo immer Platz war. Überall sah man pure Begeisterung.

„Umbrella“ und „Superstition“ ließen die Herzen des Publikums höher schlagen. Bei „Mr. Vain“, „What’s Up?“ und „Punkrocksong“ sangen alle längst mit. Potzblitz verband mehrere Songs zu Medleys. Die Musik trieb voran, Arme flogen in die Luft, Hüften schwangen.

Kinder und Erwachsene tanzten gemeinsam, aus Einzelnen wurde eine wogende Menge. Ausgelassen hüpfte das Feiervolk. Auch die Hardrocker kamen auf ihre Kosten: „Harte Musik für harte Bestuhlung“ kündigte die Band „Thunder“ und „Ace of Spades“ an.

Mit dem ruhigeren „Kompliment“ verabschiedete sich Potzblitz – allerdings nur bis zum gemeinsamen Finale. Zum Abschluss kamen alle Musiker auf die Bühne und spielten „Could You Be Loved“ von Bob Marley.

Auch 2026 hat das Groove-Night-Team ganze Arbeit geleistet und das Festival zum Erfolg gemacht. Einen großen Dank, betonte Olaf Witt im Gespräch, verdienten auch die Anwohner. Sie tragen die Groove Night nach den Burgbühnenaufführungen und der Burgserenade mit. Damit schließt sich der Kreis: Von Dilsbergern für Dilsberg. Wenn alle mit anpacken, gelingt es.

T. mbu

B. BZ, Jeanette Roth