Kirchencafé Dilsberg startet in die Saison – Pfingstmontag mit Sonne, Weißwurst und Gemeinschaft

Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen von knapp 30 Grad zeigte sich der Pfingstmontag von seiner besten Seite. Für das Dilsberger Kirchencafé boten sich ideale Bedingungen, die Saison 2026 in einladender Atmosphäre zu eröffnen.

Nach dem traditionellen Berggottesdienst am Vormittag empfing das Team des Fördervereins der Evangelischen Kirche die Gäste – unverkennbar in rosafarbenen T-Shirts.

Bernhard Hoffmann leitete die Kasse, hinter dem Tresen bedienten die Helferinnen und Helfer, reichten Weißwürste, Brezeln, Kuchen, Kaffee und Getränke. „18 Kuchen haben wir hier, davon drei große Blechkuchen“, erzählte Helferin Emmi Zwiebler begeistert.

Auch Prädikant Markus Wäsch, der den Gottesdienst gehalten hatte, mischte sich am Mittag unter die Dilsberger, von denen er viele kennt – herzliche Wiedersehen, denn er unterrichtete Religion in der Grundschule und gab Konfirmandenunterricht. „Es ist ein so schöner Ort hier“, sagte er.

Vor der Kirche schützten Zelte vor der intensiven Sonne, aufgebaut bereits am Vortag. Die Besucher nahmen auf den Bänken Platz. Die Kirchenterrasse der Evangelischen Kirche – erbaut von 1871 bis 1873 – bietet einen fantastischen Blick ins Kraichgau, Richtung Vogesen und Pfalz. Wer noch Zeit fand, besuchte die Burgruine aus dem 12. Jahrhundert. Von der Mantelmauer schweift der Blick weit ins Neckartal.

Wer Abkühlung suchte, konnte den Brunnenstollen erkunden. Er feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: 1926 wurde der Stollen dank einer Spende des Deutsch-Amerikaners Fritz von Briesen von Schutt befreit und wieder freigelegt. Von Briesen war durch Mark Twain auf den Stollen aufmerksam geworden.

Um 14 Uhr eröffnete die Vorstandsvorsitzende des Fördervereins, Karin Ullrich-Brox, offiziell die Kirchencafé-Saison 2026 – und begrüßte prominente Gäste auf der Kirchenterrasse: Bürgermeister Jan Peter Seidel aus Neckargemünd kam mit seinen Eltern nach Dilsberg. Auch Ortsvorsteher Andreas Erles und sein Stellvertreter Thomas Ruf genossen Kuchen und Gespräche.

„Dies ist die schönste und am höchsten gelegene Kirchenterrasse Baden-Württembergs“, erklärte Ullrich-Brox – und fügte mit charmantem Lächeln hinzu: „Bisher hat dem noch niemand widersprochen.“ Sie freute sich über die vielen Gäste und das traumhafte Wetter und wies darauf hin, dass das Kirchencafé Besucher aus aller Welt anzieht.

Im Gästebuch, das in der Evangelischen Kirche ausliegt, finden sich Einträge aus Neuseeland und Kanada. Die Saison startete mit einem Glas Sekt. Bürgermeister Seidel stieß mit dem Förderverein auf den Saisonstart an und wünschte gute Erfolge. Bei der Hitze bestellten viele Gäste immer wieder Getränke nach und suchten sich schattige Plätzchen.

Kaum wurde ein Platz frei, war er schon wieder besetzt – die Leute saßen gemütlich beisammen und genossen den Feiertag.

Den Förderverein gibt es seit 22 Jahren. Mit dem Kirchencafé schafft er einen Treffpunkt für Jung und Alt zum Plaudern und Entspannen. Neben dem Kirchencafé organisiert der Verein regelmäßig Veranstaltungen in der Kirche. Der nächste Termin steht schon fest: Am Sonntag, 7. Juni, öffnet das Kirchencafé ab 12 Uhr, abends um 18 Uhr spielt Gitarrist Jochen Günther. Wer den Juni verpasst, hat am 5. Juli die nächste Gelegenheit: Dann öffnet das Kirchencafé wieder von 12 bis 17 Uhr auf der Kirchenterrasse.

B+T. mbue