Ortvorsteher Andreas Erles begrüßte in seiner kurzen Ansprache die ca. 200 Senioren Dilsbergs, die der Einladung des Ortschaftsrates gefolgt waren und wünschte allen Anwesenden gute Begegnungen und Gespräche an diesem Nachmittag. Er wies darauf hin, dass diese Veranstaltung von den Mitgliedern des Ortschaftsrates und deren Partner bestritten wird, die auch die noch zu servierenden Kuchen gebacken haben.


Als besonderen Gast kündigte er Frau Erika Höfer an, die als Lieselotte von der Pfalz auftreten werde.
Da der Bürgermeister den gleichzeitig stattfindenden Sommertagszug in Neckargemünd begleitete, überbrachte Bürgermeister-Stellvertreter Max Bernauer die Grüße der Stadt an die – wie er sagte – Junggebliebenen. Er drückte seine Freude darüber aus, dass so viele Bürgerinnen und Bürger der Einladung des Ortschaftsrates gefolgt waren und wünschte der Veranstaltung einen guten Verlauf.


Für die Kirchen sprach dieses Jahr Pfarrerin Franziska Schmitz von der evangelischen Kirche, die auch die Grüße des katholischen Geistlichen, Pater Mathew überbrachte. Die von ihr vorgetragene Geschichte einer Tulpe, die sich nur zögerlich von den Frühlingssonnenstrahlen erwecken ließ, führte zu der Aufforderung an die Anwesenden: Lassen sie sich auch erwecken und erwärmen von der Liebe Gottes und haben Sie Freude am Austausch ihrer Lebensgeschichten und Erfahrungen bei diesem Beisammensein!




Jetzt war es Zeit zur Ermunterung durch Kaffee und Kuchen. Welche Kuchenvielfalt wurde dann den Gästen geboten! Es gab wohl kaum einen Kuchenwunsch, der nicht erfüllt werden konnte.




Als das Klappern der Kaffeetassen und Kuchengabeln beendet war und die fleißigen Bedienungen das Geschirr abgeräumt hatten, erschien Lieselotte von der Pfalz in üppigem Tüll und schneeweißer Perücke.
Erika Höfer schilderte das Leben der außergewöhnlichen, 1653 geborenen Elisabeth Charlotte, Gräfin von der Pfalz, genannt Lieselotte von der Pfalz. Sie war die Tochter von Karl I. Ludwig von der Pfalz und Charlotte von Hessen. Mit 18 Jahren wurde sie mit Herzog Philipp von Orleans, dem Bruder des Sonnenkönigs, Ludwig dem XIV verheiratet. Aus der unglücklichen Ehe, gingen drei Kinder hervor, von denen zwei überlebt haben.


Bekannt wurde Lieselotte durch die ca. 32 000 von ihr verfassten Briefe, von denen 8000 veröffentlicht worden sind. In diesen drückte sie auch immer wieder ihre Sehnsucht nach der heimatlichen Kurpfalz aus.


Nach einem lebhaften Applaus für die Lieselotte spielte dann der Musikverein Trachtenkappelle Dilsberg auf. Im Saal breitete sich auch ob der nun angebotenen kalten Getränke sichtlich Munterkeit aus.


Unterbrochen wurde die Musik durch die Ehrung der ältesten und jüngsten Teilnehmer/innen. Älteste Gäste waren: Bärbel Beisel mit 92 Jahren und Kurt Heger mit 90 Jahren.


Als jüngste wurden gefunden: Renate Hinz mit 65 Jahren und Ralf Giegerich mit 67 Jahren. Alle wurden mit einem kleinen Blumengruß und einer Flasche Wein geehrt.


Die weitere musikalischer Unterhaltung endete dann mit dem Badnerlied, einschließlich seiner speziellen Dilsberger Strophe, die der längst verstorbene Pfarrer Schnellbächer gedichtet hat.
Ortsvorsteher Erles dankte den 15 helfenden Mitgliedern des Ortschaftsrates und deren Angehörigen, für die Organisation des Festes und dem Musikverein für seinen musikalischen Beitrag.
Als Überraschung überreichte schließlich der stellvertretende Ortsvorsteher Ruf ein Weinpräsent an den Ortsvorsteher, als kleinen Dank für die riesige Mühe, die er sich mit der Befragung im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes gemacht hat.
Mit „Bis bald auf Wiedersehen…“ verabschiedete sich der Musikverein, womit die Aufforderung an die Seniorinnen und Senioren verbunden war, sich auf den Nachhauseweg zu begeben, den sie dann mit meist beglückter Miene antraten.
Dilsbergerhof, 16. März 2026 gez. Walter Berroth
Bilder: Sandra Rupp
