Am 10. Januar wurde in der evangelischen Kirche in Dilsberg mal wieder ein besonderer Gottesdienst gefeiert. Die für die nächsten 6 Jahre gewählten Gemeinderätinnen und Gemeinderäte – genannt Älteste – wurden eingeführt, und die bisherigen Ältesten wurden „entpflichtet“.


Pfarrerin Franziska Schmidt und Michaela Deichl, Pfarrerin im Ruhestand, zogen zusammen mit allen Ältesten in die Kirche ein. Pfarrerin Schmidt begrüßte mit den zu diesem Anlass passenden Worten „Du bist berufen“ und hieß alle Gemeindeglieder und Ältesten willkommen.


In das erste Lied „Lobe den Herrn“ stimmte die Gemeinde freudig ein. Das nächste Lied „Es gibt bedingungslose Liebe“ wurde von der Kirchen-Combo angestimmt und begleitet.


Die Predigtreihe heißt in diesem Jahr „Einfach märchenhaft“. Pfarrerin Schmidt erzählte in ihrer Predigt von einem Märchen, in dem es um einen Herrscher und seine Töchter geht. Er wollte von den Töchtern wissen, wie sehr sie ihn liebten. Zwei von ihnen sprachen von Gold und Edelsteinen, während die dritte Tochter meinte, sie liebte ihren Vater wie das Salz, woraufhin er sie verbannte. Nachdem es daraufhin im ganzen Reich kein Salz mehr gab, das Essen fade schmeckte und das Reich litt, erkannte er den Wert des „Einfachen“, des Salzes und versöhnte sich mit der Tochter. Dieses Märchen bringt Pfarrerin Schmidt zur Bergpredigt, in der Jesus seinen Nachfolgern sagt, dass sie eine wichtige, bewahrende und würzende Funktion für die Welt haben, ähnlich wie Salz, das Speisen Haltbarkeit und Geschmack verleiht: „Ihr seid das Salz der Erde“.


Auch die Ältesten seien das Salz der Erde, hier der Gemeinde Dilsberg. Sie sollen sie mit neuen Gewürzen versehen und bestehende Abläufe und Dienste konservieren. „Haltet die Gemeinde lebendig!“ war ihr Zuspruch. Dazu passte das Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“.


Michaela Deichl übernahm die Entlassung bzw. Entpflichtung der Ältesten der letzten 6 Jahre, die ja die längste Zeit mit ihr zusammen gearbeitet hatten: Manuela Büch, Annette Maurer, Martin Oemler, Claudia Rittmüller, Karin Ullrich-Brox, Markus Winter. Sie blickte dankbar an diese für sie wunderbare Zeit zurück. Humor und Freude begleiteten die verschiedenen Abläufe, die immer reibungslos funktionierten. Einige der größeren Projekte waren Media-KI, 150 Jahre Kirche, Gemeindehaus-Verkauf, Entstehung Elsenz Nord Kooperation, ihr eigener Abschied aus dem Berufsleben. Sie dankte für alle Ideen und dass man immer mit Herz dabei war.


Im Namen der Dekanin übergab Deichl eine goldene Ehrennadel an alle, die 12 Jahre und mehr Gemeindearbeit übernommen hatten. Sie würdigte und dankte im Namen der Gemeinde und der Dekanin für alle übernommenen Aufgaben wie u.a. Vernetzung, offene Kirche, Finanzen, Jugendgruppen, Protokolle, Pilgerweg, Gemeindebrief. Pfarrerin Schmidt schloss sich an und dankte für das bisherige halbe Jahr, in dem es schon Veränderungen gab. Man ist jetzt Teil von 3 Gemeinden. Das Abschiedsgeschenk für jeden war eine Rose, ein besonderer Senf und der Ausspruch „Ihr seid Familie“. Nach dem von beiden Pfarrerinnen erteilten Segen erklang ein sehr langer Applaus der Gemeinde.

v. l.n.r.: Karin Ullrich-Brox, Martin Oemler, Annette Maurer, Manuela Büch, Claudia Rittmüller, Markus Winter


Martin Oemler, Vorsitzender des Gemeinderates, bedankte sich bei Michaela Deichl, Franziska Schmidt und der Sekretärin Anke Krispien für die gute Zusammenarbeit. Auch danach erscholl ein langer Applaus.


Nach dem von der Combo begleiteten Lied „Gott schenkt uns ein neues Herz“ übernahm Pfarrerin Schmidt die Einführung der 4 neuen Ältesten: Manuela Büch, Ralf Gigerich, Claudia Rittmüller, Yvonne Stepholt. Sie sind gewählt, um ihre Kräfte in den Dienst der Kirchengemeinde einzubringen. Sie las den Text der Verpflichtung der Landeskirche vor. Annette Maurer und Martin Oemler lasen einen Bibeltext.


Franziska Schmidt wandte sich an die neuen Ältesten mit den Worten: „Bringt Wissen und Gaben in die Gemeinde ein“. Nach der sehr wichtigen Frage: „Seid Ihr bereit für den Dienst in der Gemeinde und die Unterstützung der Pfarrerin?“ antworteten alle vier: “Ja, mit Gottes Hilfe“. Damit waren sie eingeführt.

Nach dem Glaubensbekenntnis der ganzen Gemeinde sprach Pfarrerin Schmidt ein Gebet und erteilte den Segen für die neuen Ältesten. Auch sie bekamen das Geschenk Rose und Senf. Sie wurden gebeten, die Gemeindearbeit „lebendig und bunt“ zu machen. Die Gemeinde wurde gebeten, den Dienst der Ältesten wertzuschätzen. Langer Applaus der Gemeinde. Es folgte das Lied mit der Combo „Meine Hoffnung und meine Freude“. Anschließend wurde das Abendmahl von beiden Pfarrerinnen ausgeteilt.


Nach dem abschließenden Gebet von Michaela Deichl wurde der Combo unter Markus Gaa und dem Organisten Jan Brauch gedankt. Das letzte Lied „Geh unter der Gnade“, die Abkündigungen durch Claudia Rittmüller und der Segen von Pfarrerin Schmidt beendeten diesen feierlichen Gottesdienst.


Gemütliches Beisammensein der neuen und bisherigen Ältesten der evangelischen Kirche im Gasthaus „Alte Scheune“ Neckargemünd
T. Annegret Boehner/red
B. BZ, mbue
