Mit Herz, Glauben und Geduld: Annegret Berroth verabschiedet sich aus der Leitung des Ökumenischen Frauenkreises

Abschied Annegret Berroth als Leiterin des ökumenischen Frauenkreises

„Lobe den Herren, meine Seele, und seinen heiligen Namen. Was er dir Gutes getan hat, Seele, vergiss es nicht – Amen.“
Passender hätte die Liedzeile nicht gewählt werden können, um Annegret Berroth für ihr langjähriges Engagement als Leiterin des ökumenischen Frauenkreises zu danken. Frauen aus Dilsberg und Mückenloch versammelten sich in der evangelischen Kirche, um gemeinsam Abschied zu nehmen – mit Dankbarkeit, bewegenden Worten und vielen schönen Erinnerungen.

Annegret Berroth feierte in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag. Ein Anlass, an dem sie spürte: Es ist Zeit, „a-Dieu“ zu sagen. Zeit, den Hut weiterzugeben – aber nicht ohne zurückzublicken auf eine besondere Wegstrecke, die sie mit vielen Frauen gemeinsam gegangen ist. Als sie 2008 in den Ruhestand trat, reifte in Annegret Berroth der Wunsch, etwas Neues zu beginnen. Etwas, das Frauen Raum gibt. Etwas, das Glauben verbindet. Etwas, das Brücken baut – am besten ökumenisch. Die Idee eines Frauenkreises trug sie schon länger mit sich. Und sie setzte sie in die Tat um: Gemeinsam mit anderen Frauen aus der evangelischen und katholischen Gemeinde gründete sie den Ökumenischen Frauenkreis Dilsberg-Mückenloch.

Die Weltgebetstage waren dabei ein verbindendes Element – viele kannten sich bereits vom gemeinsamen Organisieren. Bald traf sich die Gruppe regelmäßig, abwechselnd in den Gemeinderäumen in Mückenloch und Dilsberg. Es entstand eine lebendige Gemeinschaft: offen, neugierig, engagiert. In den letzten zwei Jahren schlossen sich auch Frauen der Neuapostolischen Kirche an – sehr zur Freude von Annegret Berroth, der der interkonfessionelle Austausch besonders am Herzen lag. Der Kreis unternahm Ausflüge, organisierte Vorträge und Veranstaltungen, diskutierte über Glaubensfragen und gesellschaftliche Themen. Eine der ersten Aktivitäten war ein Besuch der Synagoge in Heidelberg – ein Auftakt, dem viele weitere inspirierende Begegnungen folgten.

Zur Verabschiedung hatte der Kreis drei große Plakate gestaltet – mit Fotos, Texten und Erinnerungen aus den vergangenen Jahren. Annegret Berroth erzählte von besonderen Momenten, Begegnungen und ihrem Herzensanliegen: Menschen zu verbinden. Mit einer Sonnenblume bedankte sie sich persönlich bei ihren Frauen für die gemeinsame Zeit. Das Team: Moni Seufert, Elisabeth Rupp, Christina Kubesch, Sigrid Seckel, Annegret Boehner,  (Sabine Herbold im Urlaub.)

Christina Kubesch würdigte sie im Namen des Frauenkreises: „Du hast dem Kreis Seele gegeben – mit Geduld, mit Hartnäckigkeit, mit Herz.“ Veranstaltungen wurden von ihr organisiert, Artikel geschrieben, Werbung gemacht. Pfarrerin Franziska Schmidt fand bewegende Worte: „Menschen wie du machen es aus – da ist Glaube sichtbar geworden, in Maschen eingewebt, die tragen.“ Sie zeigte sich zuversichtlich, dass der Frauenkreis lebendig bleibt – auch im neuen Zusammenschluss mit den Gemeinden Wiesenbach und Waldhilsbach.

Auch wenn Annegret Berroth den Hut nun weitergibt – sie bleibt dem Kreis verbunden. Die Leitung soll in Zukunft auf mehrere Schultern verteilt werden. So kann aus ihrem langjährigen Wirken etwas Neues wachsen. Der Dank für ihr Engagement bleibt – in vielen Herzen, Geschichten und Momenten, die verbinden. Karin Ullrich-Brox vom Förderverein der evangelischen Kirche sorgte für Sekt und Orangensaft, bevor der Kreis sich mit dem vertrauten Abschlusslied der Weltgebetstage „Der Tag ist um…“ verabschiedete und zum geselligen Ausklang ins Gasthaus „Zur Sonne“ einkehrte.

T.+B.: mbue, Monika Nohe-Weinert