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Hans Hermann Grimm


1945 in Dilsberg geboren und aufgewachsen. Nach der Grundschule und dem Besuch des Gymnasiums, studierte er in Heidelberg und Freiburg Geschichte und in Stuttgart bei K.R.H. Sonderborg Bildende Kunst.

1973 begann seine Tätigkeit als Lehrer für Bildende Kunst und Geschichte am Gymnasium. Seit 2001 ist er nach langjähriger Erkrankung im Ruhestand.

Nach konstruktivistischen Arbeiten an der Akademie folgten während der Dienstzeit Pastelle, Aquarelle, Federzeichnungen und Arbeiten in Graphit mit Ausstellungen in Stuttgart, Heidelberg, Neckargemünd und Dilsberg. 1982 wird die Mappe „Dilsberger Skizzen“ veröffentlich.

Ab 1990 entstehen großformatige Bilder, vorwiegend in Ölfarbe. Dargestellt sind Berge; keine Abbilder, Berge können Perspektiven öffnen, Brücken bilden, sie können aber auch Barrieren sein, Sperrwände, die uns den Weg verstellen. Sie haben andere Dimensionen als die Ebene.

Ein anderes Motiv sind Vögel im Flug, ihre Leichtigkeit und Schwerelosigkeit; Vögel sind Symbole der Freiheit, der Freude und des Aufbruchs. In der Flugbewegung erscheint die Form teilweise aufgelöst, die Körper verschmelzen mit dem sie umgebenden Raum.

Ganz gegensätzlich dazu sind die spätsurrealistischen Graphitarbeiten. Hier erscheint Menschliches mit der Problematik unserer bedrohten Natur verbunden. Wurzeln und Baumfragmente sind konform mit Körpern und Köpfen, durchdringen sich wechselseitig, Sinnbilder unserer bereits verlorenen Natur, mit der wir Menschen unsere eigene Lebensgrundlage mehr und mehr zerstören.
 

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Kap Kaliakra
Öl auf Hartfaser
  

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Ausstellung Dilsberger Künstler zum Jubiläum "800 Jahre Burg Dilsberg" 2008
Bei Hans Hermann Grimms „Flug der Wildgänse“ glaubt man das Flattergeräusch der Vogelflügel förmlich zu hören, so intensiv ist die Bewegung dargestellt. Die Form erscheint in der Flugbewegung teilweise aufgelöst und die Körper verschmelzen mit dem sie umgebenden Raum. Im Gemälde „Juweleninsel“ (Sinbaderzählung) sah Galeristin Magdalena Melnikow bei ihrer Einführung einen impressionistisch schimmernden Farbauftrag, mit dem der Künstler die Absicht verfolge dem Stein Atem einzuhauchen beziehungsweise Leben einzugeben.