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Weinlese für den Kirchenwein
12. September 2020
  
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Der Förderverein der ev. Kirche Dilsberg bietet bekanntlich bei seinen Veranstaltungen den sogenannten „Dilsberger Kirchenwein“ an, der in Freinsheim/Pfalz angebaut und verarbeitet wird. Seit einigen Jahren begeben sich einige Mitglieder des Fördervereins einmal im September nach Freinsheim auf den „Musikantenbuckel“, um einen Teil der zu verarbeitenden Weintrauben selbst zu ernten.
  
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Dies geschah dieses Jahr am 12. September.  Als wir (13 Personen) bei schönstem Wetter im „Garten Musikantenbuckel“ ankamen, wurden wir von unserem Winzer, Herrn Reibold, freudig begrüßt, schließlich nahmen wir ihm etwas Arbeit ab. Die meisten Weinstöcke werden mit einem Vollernter maschinell geerntet. Aber einige Reihen sollen „per Hand“ geerntet werden. Das wird ein besonderer Wein.
  
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Wir wurden also mit Scheren und Eimern versorgt und sollten 4 lange Reihen abernten, dabei faulige und zu trockene Beeren aussortieren. Herr Reibold erklärte uns, dass wir dieses Jahr Riesling und Scheurebe ernten und nicht „unseren“ Spätburgunder. Die Scheurebe sei eine relativ junge Weinrebe, die aus Sylvaner und Riesling gekreuzt wurde.
  
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Da die Weinstöcke sehr voll hingen und es doch sehr warm war, machten wir nach ca. 3 Reihen eine Pause, um mit dem bestellten „Pfälzer Vesper“ etwas Kraft zu schöpfen. Hier saßen wir auf einer der kleinen Terrassen in dem Garten unter einer weinbehangenen Pergola und probierten auch den Riesling und Rosé.
  
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Es breitete sich eine lustige, entspannte Sommerstimmung aus. Es kamen noch andere Gruppen, Wanderer, Familien, Vereine, die alle die Atmosphäre in diesem Naturgarten mit Gänsen, Eidechsen, Libellen, Feldmäusen und sogar einer Blindschleiche genossen.
  
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Nach dieser kulinarischen Stärkung wurden noch einmal die Scheren gezückt und die restlichen Trauben vom Stock in den Kübel gebracht. Es stellte sich heraus, dass wir 2500 Liter Weintrauben geerntet hatten, aus denen ca. 800 Liter Wein gekeltert werden. Dann hatten wir uns eine gemütliche Auszeit mit weiterem Wein und allerdings auch ziemlich viel Wasser (wegen der Hitze) verdient, die dann auch noch mit von Antje Schmorleiz gebackenem Apfelkuchen versüßt wurde.
  
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Zum geplanten Singen kam es allerdings nicht mehr, denn um 18:00 Uhr war Abfahrtszeit. Unterwegs wurde noch für jeden eine Flasche Neuer Wein eingekauft. Dank unseres professionellen Chauffeurs sind wir gut in Dilsberg angekommen und verabschiedeten uns müde aber glücklich.
  
Text: Annegret Boehner (Förderverein)
Bilder: Nohe-Weinert/Haberer/Storch
02.10.2020