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Dilsberger Seniorenfeier mit viel Musik und Gesang
Neuer Ortschaftsrat und neuer Ortsvorsteher meistern die Veranstaltung mit Brillanz
26. Januar 2020
   
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Rechtzeitig zur Seniorenfeier des Dilsberger Ortschaftsrates in der Graf von Lauffen-Halle zeigte sich die Sonne, nachdem der Nebel des Vormittags sich verzogen hatte. Rund 150 Mitbürgerinnen und Mitbürger folgten der Einladung des Ortschaftsrates zu dieser inzwischen schon traditionellen Zusammenkunft. Die Ortsverwaltung hatte immerhin knapp 600 Menschen ab 65 Jahren dazu eingeladen, doch offensichtlich fühlen sich manche noch nicht so alt, dass sie diesen Nachmittag bei dieser Veranstaltung verbringen wollen. Sie wussten sicher nicht, was sie versäumen.
  
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Beim Betreten der Halle wurden die Besucherinnen und Besucher mit einer festlich gedeckten Kaffeetafel aus lila Servietten und bunte Primel als Frühlingsboten begrüßt. Und dass Dilsberg mitten in Europa liegt, zeigten die Fahnen an der Bühnenrückseite.
  
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Nach der flotten musikalischen Einstimmung durch den Musikverein Trachtenkapelle, der auf der aufwändig geschmückten Bühne Platz genommen hatte, begrüßte Ortsvorsteher Karlheinz Streib die Gäste. Es ist zwar zu vermuten, dass er vor seinem ersten Auftritt etwas Lampenfieber hatte, doch das war sicher bald wieder verflogen, als er kurze Hinweise auf das diesjährige Programm dieser Seniorenfeier gab. Neben Grußworten gab es auch diesmal zahlreiche musikalische Einlagen anzukündigen.
  
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Ganz besonders begrüßte Ortsvorsteher Streib nun Bürgermeister Frank Volk, den Stv. Bürgermeister Winfried Schimpf mit Gattin, seine beiden Ortsvorsteher-Vorgänger Stefan Wiltschko und Bernhard Hoffmann mit seiner Frau sowie Pfarrerin Michaela Deichl und Elisabeth Sauer vom Kreisseniorenrat.
   
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Bürgermeister Volk erwähnte einige Dilsberger Ereignisse wie die für Dilsberg sehr wichtige Wiedereröffnung der Jugendherberge oder die konkrete Planung für das neue Feuerwehrhaus, für dessen Verwirklichung es nun höchste Zeit wird. Ehrenamtliches Engagement sei für das Miteinander in einer Dorfgemeinschaft enorm wichtig, so nannte er auch das Beispiel der ehrenamtlichen „Helfer vor Ort“ (HVO) des Roten Kreuzes, die im Jahr 2019 in Neckargemünd fast 600 Einsätze und allein in Dilsberg rund 45 Hilfeleistungen absolviert hatten. Er bedankte sich bei allen, die sich für die Allgemeinheit engagieren, vor allem aber auch bei den Ortschaftsräten und deren Partnern, sowie den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die diese Veranstaltung ehrenamtlich organisieren. Er hob vor allem auch das tolle Musikprogramm hervor, das ihn in Dilsberg immer wieder faszinieren würde.
   
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In ihrem Grußwort stellte die Vorsitzende des Kreisseniorenrates, Elisabeth Sauer, ihre Tätigkeiten vor und erläuterte kurz das Angebot ihrer Organisation. Neben einem Wegweiser für Ältere mit Tipps für alle möglichen Lebenssituationen werden zahlreiche Veranstaltungen auf Kreisebene organisiert, so z. B. auch das PC-Studio in Neckargemünd, das älteren Mitbürgern Unterstützung beim Umgang mit den neuen Medien bietet. Abschießend bedankt sie sich, dass sich Menschen auch hier in Dilsberg für die Senioren engagieren und wünschte noch einen schönen Nachmittag.
  
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Nun war der große Auftritt der Ortschaftsrätinnen und Ortschaftsräte an der Reihe. Mit Kaffekannen bewaffnet versorgten sie die Gäste und bei den tollen Kuchen fiel die Auswahl wirklich schwer. Traditionell hatten alle Ortschaftsräte wie immer jeweils drei Kuchen gespendet, wobei für den Seniorennachmittag natürlich nur die besten und leckersten Rezepte aus der Schublade geholt und gebacken wurden. Das Lob der Gäste dafür war nicht zu überbieten.
   
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Nach einem musikalischen Zwischenspiel der Trachtenkapelle hatte Pfarrerin Michaela Deichl Gelegenheit, die Grüsse der beiden Kirchenge-meinden den Gästen zu überbringen.
  
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Als sie 2018 zum ersten Mal hier teilgenommen hatte, kannte sie noch kaum jemanden, was sich doch stark geändert habe, wie sie feststellte. Ihr lag vor allem am Herzen, über den Segen zu sprechen, was sie mit launigen Worten den Gästen nahe brachten. Und dabei fragte sie, was trägt mich im neuen Jahr, das ja erst begonnen hat. Was ist mir wichtig? Denn mit Segen ist auch das Glück verbunden, das Menschen für ein gutes Leben brauchen. Menschen sind unterschiedlich gesegnet, wobei Segen als Geschenk Gottes angesehen werden muss. Und letztendlich sollte sich jeder Mensch fragen, für wen er selbst ein Segen sein kann, damit es den Mitmenschen gut geht. Ein Segen sei auch der Ortschaftsrat, der heute dafür sorgt, dass es den Seniorinnen und Senioren gut geht. Und zum Schluss wünschte sie gesegnete Wege für alle.
    
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Wie seit vielen Jahren hatten nun die Mitglieder des Kath. Kirchenchors und des Sängerbundes Dilsberg die Bühne betreten und gaben zwei getragene Chorsätze zu Gehör. Cantate Domino und danach gab es noch ein Abendlied, das unter der Leitung von Volker Konetschny erklungen ist.
  
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Anschließend hatten nun auch die Seniorinnen und Senioren Gelegenheit, kräftig mitzusingen, als Prof. Wilfried Schouwink in die Tasten des elektrischen Klaviers griff und die bekannten Volkslieder anstimmte. So konnten auch die Senioren beweisen, dass sie kräftige Stimmen haben. Und Dank der ausliegenden Liedblätter konnte auch mehr als nur die erste Strophe textsicher gesungen werden.
   
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Als Ortsvorsteher Streib dann den Punkt „Beiträge aus dem Seniorenkreis“ aufgerufen hatte, meldete sich der Rainbacher Senior Kurt Kraus mit dem Rentnerlied „Lustig ist das Rentnerleben“ das davon handelt, dass Rentner froh in den Tag hinein leben können und warten, dass bald wieder der 1. im Monat ist. Sie müssen niemand Rechenschaft geben, was sie so machen. Er bedauerte allerdings, dass es kein Urlaubsgeld mehr gäbe aber für ein Viertele reicht es trotz allem noch. Der Arzt deckt einem mit Pillen ein und wenn dann der Tod an die Türe klopft, bekommt er zur Antwort, „zum Sterben haben wir keine Zeit“. Und dass Rentner dann letztendlich im Himmel von vielen Engeln bedient werden, gilt als selbstverständlich.
    
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Zur fortgeschrittenen Zeit boten die Ortschaftsräte nun auch noch Wein und Bier an und auch die obligatorischen frisch gebackenen Laugenbrezeln durften natürlich nicht fehlen und wurden von allen gerne genommen.
   
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Eine Premiere bei der Seniorenfeier war der Auftritt des FC – Chors unter der Leitung von Rudolf Ohlhauser, bei dem der Dilsberger Name Ohlhauser unter den Sängerinnen und Sängern doch stark vertreten war. Auch Ortsvorsteher Streib, der überrascht und dankbar feststellte, dass alle 5 Geschwister Ohlhauser an diesem Nachmittag anwesend waren, ließ sich nicht lange bitten und unterstützte den Chor stimmgewaltig bei dessen Darbietung von bekannten Volksliedern mit seinem kräftigen Tenor.
   
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Fast alle warteten nun auf die Ehrungen der Ältesten, wobei zuerst die jüngsten Gäste geehrt wurden: Michael Keller war nun schon zum zweiten Mal der jüngste Senior und bei den Damen stand zuerst Conny Streib als jüngste Seniorin fest, doch dann stellte man fest, dass Frau Agapi Georgiou dann doch noch etwas jünger war; sie hatte erst einige Tage vor der Seniorenfeier Geburtstag.
  
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Fest standen dagegen die Daten der Ältesten Mitbürgerinnen, wobei Ingeborg Stäbler nicht zum ersten Mal als ältester Gast geehrt wurde. Als Zweitälteste bekam auch Hedi Menrad Blumen und eine Flasche Neckargemünder Sekt überreicht. Bei den Senioren war auch nicht zum ersten Mal Walter Beisel mit nun 91 Lebensjahren der älteste Senior, dem der Rainbacher Kurt Kraus mit fast 90 Jahren nur knapp folgte.
    
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Gerne präsentierten sie sich dann noch alle zu einem gemeinsamen Foto für den Fotografen.
   
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Ortsvorsteher Streib bedankte sich zum Abschluss noch einmal bei allen, die zum guten Gelingen dieses Nachmittags beigetragen haben. Dank an alle Ortschaftsrätinnen und Ortschaftsräte, auch die im letzten Jahr neu dazu gewählten, die sich in das Gremium wie selbstverständlich harmonisch integriert haben und zusammen mit den „alten Hasen“ einen super Job gemacht haben. Der Dank von Streib galt aber auch den unsichtbaren Helfern wie Roswitha Schneckenberger, Andreas Weber und Oli Brox, die bei Vorbereitung und Durchführung im Hintergrund unterstützten.
  
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Großen Dank hatte auch der Musikverein verdient, der zwischen den Programmpunkten durch seine bekannten Ohrwürmer, garniert durch Soloeinlagen von Yvonne Kloß, Reinhard Greulich und Anna Briesnitz, brillant unterhalten hat und dafür lang anhaltenden Applaus einheimste. Die Musiker durften nach dem obligatorischen „Badner Land“ mit der abschließenden Dilsberger Strophe nicht ohne Zugabe von der Bühne gehen.
  
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Es war wieder einmal ein gut gelungener, unterhaltsamer Nachmittag für die Dilsberger Senioren, der neben Gesang und Musik in vielen Variationen bot und der wie jedes Jahr für ausreichend Gelegenheit für viele nette Gespräche unter den Menschen sorgte. Ortsvorsteher Streib und seine fleißige Truppe hatten anschließend noch viel aufzuräumen. Alles in allem war dieser Nachmittag aber die gelungene Premiere für den guten Chorgeist des neuen Ortschaftsrates und für Ortsvorsteher Karlheinz Streib, der damit  bewiesen hat, dass seine Wahl zum neuen Ortsvorsteher eine sehr gute Wahl für den Dilsberg war.
   
Text: Berhard Hoffmann
Bilder: Tobias Dittmer
29.01.2020