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alter Ortschaftsrat
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Bericht aus dem Ortschaftsrat
Letzte und zugleich erste Sitzung
9. Juli 2019
  
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Vermutlich noch nie in den letzten vierzig Jahren besuchten so viele Bürger des Dilsberg (ca. 100) eine ordentliche Sitzung des Ortschaftsrats. Das war ein Zeichen der Wertschätzung, die den neu gewählten Ortschaftsrat beflügeln muss.
  
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Zu Beginn der Sitzung begrüßte der Ortsvorsteher neben allen anwesenden Bürgern speziell Bürgermeister Volk, Ortsvorsteher Bergsträsser, Ortsvorsteherin von Reumont, die Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates Rehberger, Groesser und Schimpf, Frau Pfarrerin Deichl, Feuerwehr-kommandant Theocharidis und alle Vereinsvorsitzenden.
  
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Die Sitzung war in zwei Teile geteilt: Im ersten Teil wurde vom bisherigen Ortschaftsrat die Protokolle der letzten Sitzung  verabschiedet und die offizielle Feststellung getroffen, dass bei den neu gewählten Mitgliedern des Ortschaftsrates keine Hinderungsgründe vorliegen, die eine Amtsaus-übung unmöglich machten. Damit endete die Amtsperiode des alten Ortschaftsrates. Die ausscheidenden Mitglieder waren ab diesem Zeitpunkt von ihren kommunalpolitischen Verpflichtungen entbunden.
 
OR neu 06 Ortvorsteher Hoffmann zählte zunächst die wichtigsten Entscheidungen bzw. Initiativen auf, die vom Ortschaftsrat in der letzten Amtsperiode erledigt oder angegangen wurden. Zu abgeschlossenen Projekten gehören:
-  die Mobiltelefonversorgung
-  Erweiterungen der bestattungsformen auf dem Friedhof
-  der Bau verschiedener Plätze, wie dem Wiltschko-Platz
-  die Organisation diverser Feste
-  die Beseitigung des Missbrauchs des Minispielfeldes

Was noch
nicht zu Ende gebracht werden konnte sind:
-   ein schnelleres Internet
-   die Pflasterung der Bergfeste
-   die Torturmrenovierung
-   das Feuerwehrhaus
-   eine Toilettenlösung für die Touristen
-   eine Lösung für den Fortbestand des speziellen Friedhofes für die
    Bürger des Dilsbergerhofes
  
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An diese Bilanz des noch amtierenden Ortvorstehers schloss sich dann die Verabschiedung der drei ausscheidenden Ortschaftsräte an. Der Ortsvorsteher hob die besonderen Leistungen der einzelnen Ortschaftsräte hervor und überreichte die Entlassungsurkunden an Wolfgang Hoefele nach fünfjähriger, an Rüdiger Ruf nach zehnjähriger und an Walter Berroth nach 29jähriger Tätigkeit im Gremium. Dem schlossen sich dann noch Geschenke und lobende Worte von den Vertretern der im Ortschaftsrat vertretenen Parteien bzw. Wählergruppen an.
  
OR neu 09 Der ausscheidende dienstälteste Ortschaftsrat zog zum Abschied eine kurze Bilanz: Bei seinem Eintritt in den Ortschaftsrat im Jahre 1980 war dieser noch ein reines Männergremium gewesen, in dem er als evangelischer, sozialdemokratischer Schwabe von manchen Dilsbergern noch geächtet worden ist. Der neu gewählte Ortschaftsrat bestehe nun aus sich gegenseitig tolerierenden fünf Frauen und fünf Männern.
 
Er sprach aber auch den hohen Ansehensverlust der Mandatsträger an, der in den letzten Jahrzehnten entstanden ist und appellierte an die Bevölkerung, die Arbeit der Ortschaftrsätinnen und -räte, durchaus kritisch zu begleiten aber grundsätzlich zu respektieren.
  
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Nun war es an der Zeit, die Mitglieder des neuen Ortschaftsrates zu verpflichten. Jedes Mitglied – also auch die wiedergewählten – verpflichtete sich mit dem Vorlesen der Verpflichtungsformel nach Recht und Gesetz für das Wohl des Ortsteils einzusetzen.
  
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Die nachfolgende Wahl des neuen Ortsvorstehers hatte nicht mehr die Spannung, die mancher zunächst sah. Offensichtlich war die Ämterverteilung im Vorfeld geklärt worden. So wurde nach Vorschlag durch den Ortvorsteher Karlheinz Streib einstimmig zum zukünftigen Ortsvorsteher vorgeschlagen, ebenso dann seine beiden Vertreterinnen Monika Nohe-Weinert und Anna-Magdalena Oehne-Marquard. Der Gemeinderat muss diesen Wahlvorschlag am 23. Juli noch bestätigen.
 
OR neu 14 Der vorgeschlagene Ortsvorsteher ergriff das Wort und stellte unumwunden fest: „Es ist das eingetroffen, womit ich rechnen musste.“ Er dankte zunächst der Bevölkerung Dilsbergs, dass sie mit einer Wahlbeteiligung von 74 Prozent auch die Bedeutung des Ortschaftsrates hervorgehoben haben. Er freue sich auf die  Zusammenarbeit und  dankte jetzt schon für die zugesagte Hilfe bei der Einarbeitung.
 
Er hat sich als Ziel gesetzt „an die Leistungen meiner Vorgänger“ heranzukommen und sicherte zu mit viel Herzblut die vor ihm liegenden Aufgaben anzugehen. Mit einer guten Zusammenarbeit im Ortschaftsrat und mit gutem Willen sieht er die Möglichkeit  die anstehenden Aufgaben zu erledigen. Ein Dank ging auch an seine Frau, dass sie diese neue Aufgabe mitzutragen bereit ist.
  
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Dann begab sich der neue konstituierte Ortschaftsrat in die Niederungen des Alltagsgeschäftes, indem er über zwei vorliegende Bauanträge entschied: Dem einen Bauantrag für ein Haus in der Neuhofer Straße versagte er bei einer Enthaltung die Zustimmung, da der nunmehr geplante Flachdachbau (mit der Bauvoranfrage war ein Haus mit Pultdach vorgelegt worden) sich nicht in die Umgebungsbebauung einfügt. Das zweite Baugesuch, ein Neubau im Postweg mit dem eine Baulücke geschlossen wird, fand die einstimmige Zustimmung des Ortschaftsrates.
  
OR neu 17 Nachdem noch zwei kurze Anfragen eingebracht worden waren, war dann die Zeit reif für die Verabschiedung des bisherigen Ortsvorstehers.
 
Als erster ergriffs sein frisch gewählter Nachfolger Karlheinz Streib das Wort. Er hob hervor, dass Bernhard Hoffmann weit über die Pflichten hinaus sich für den Dilsberg eingesetzt habe. So habe er immer den Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern gesucht und immer positiv gedacht. Sein Organisationstalent habe er mit der 800-Jahr-Feier, dem Burgfest, der Weihnachtsmeile und den Altenfeiern bewiesen. Seiner Hartnäckigkeit sei der Funkmast, die Gestaltung mehrerer Plätze und die Feuerwehrhausplanung zu verdanken.
  
Streib sah die von Hoffmann gelegte Messlatte als sehr hoch an. Er dankte auch der Ehefrau Gabi Hoffmann ganz herzlich für ihre Unterstützung und viele eigene Beiträge im Rahmen der Aufgaben ihres Mannes. Den abschließenden pauschalen Dank im Namen der Bürger und des Ortschaftsrates verband er mit Wunsch, dass dem Ehepaar Hoffmann eine gute Zukunft im Kreis ihrer Kinder und Enkelkinder beschieden sein möge.
  
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Bevor Bürgermeister Volk seine Laudatio einbringen konnte, hob noch Jürgen Rehberger, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Namen der Wählergruppe Hoffmanns Einsatz dankend hervor.
„Wenn man als Bürgermeister so einen Ortsvorsteher hat, kann man sich ‚von‘ Schreiben.“ Mit diesen Worten leitete Volk seine Abschiedsrede ein, die er mit den Feststellungen fortsetzte, dass Hoffmann weit über seine Pflichten hinaus tätig war, sich konsequent für den Ortsteil eingesetzt habe und immer zu einhundert Prozent zuverlässig gewesen sei. Insofern habe er sehr große Fußstapfen hinterlassen, die sein Nachfolger nun auszufüllen hätte. Mit der Aushändigung der Entlassungsurkunde endete auch das Amt des Ortschaftsrats für Ortvorsteher Hoffmann.
  
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Zu guter Letzt sprach Ortsvorsteher Hoffmann seine Abschiedsworte, die durchgehend von Dank geprägt waren. Darin schloss er ein: Alle in Dilsberg tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Sachbearbeiter des Rathauses, die Beschäftigten des Bauhofes und hier besonders Herrn Weber. Den bisherigen Mitgliedern des Ortschaftsrates dankte er für die gute Zusammenarbeit und betonte, dass er sie nie schikanieren sondern nur zu den vereinbarten Zielen bringen wollte.
Er sicherte dem neuen Ortsvorsteher seine Beratung und EDV-Hilfe zu. Den ganz besonderen Dank gab es für seine Frau, die nicht nur viel Verständnis für sein Amt sondern auch ganz viel Einsatz eingebracht habe, ohne den er seine Aufgaben nicht in dem geleisteten Maße hätte erbringen können.
  
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Der Überraschungsgast des Abends, die Trachtenkapelle Dilsberg beendete dann die lange, z.T. feierliche Sitzung, an die sich ein kleiner Umtrunk für alle Anwesenden anschloss.
  
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Text: Walter Berroth
Bilder: Burkhard Zantopp
11.07.2019