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Visitation der evang. Kirchengemeinde Dilsberg
10. Februar 2019
   
Die ev. Kirchenordnung sieht in größeren Zeitabständen eine Visitation der einzelnen Kirchengemeinden vor.  Bei diesem Besuch durch eine Visi-tationskommission soll der geistliche, aber auch der rechtliche Bereich in der Kirchengemeinde beleuchtet und in Gesprächsrunden und Diskussionen Zielsetzungen für die nächsten Jahre erarbeitet werden.  
   
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v.l. Dr. Dagmar Börsig, Pfarrerin Petra Hasenkamp, Vorsitzender Ältestenkreis Martin Oemler, Pfarrerin Michaela Deichl, Schuldekan Manfred Hilkert, Marie-Luise Haspel, Markus Winter, Karin Ullrich-Brox, Annette Maurer, Annegret Boehner, Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann

Nach umfangreichen Vorbereitungen durch das Leitungsgremium der Kirchengemeinde, unter dem Vorsitz von Martin Oemler und stellv. Vorsitz von Pfarrerin Michaela Deichl, fand die Visitation vom 7.-10. Februar 2019 in unserer Kirchengemeinde statt. Unter dem Motto „Kirche im Dorf leben und erleben" konnte sich die Visitationskommission (Schuldekan Hilkert, Pfarrerin Hasenkamp, Frau Dr. Börsig und Frau Haspel) in unterschiedlichen Gesprächsrunden, ein Bild von der Lebendigkeit und dem Zusammenwirken der verschiedensten Organisationen, Gruppen und Vereine vor Ort machen und auf die unterschiedlichsten Sichtweisen, Anregungen und Wünsche eingehen. Auch die hier im Ort gelebte Ökumene mit der katholischen Schwestergemeinde war ein wichtiger Bestandteil.
  
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Die vielfältigen Gespräche waren stets geprägt von den Fragen: „Wie wollen wir unsere ev. Kirchengemeinde in den nächsten Jahren weiterentwickeln? Was tut uns und dem Leben im Ort gut?“  
Im vergangenen Jahr schon hatte der Ältestenkreis auf einer Tagung vorläufige Zielformulierungen erarbeitet. Die Ergebnisse der Gesprächsrunden flossen in die endgültigen Zielformulierungen ein. Diese wurden von der Kommission, zusammen mit dem Ältestenkreis erarbeitet und im Anschluss an den Visitationsgottesdienst am 10. Februar 2019 bekanntgegeben.
   
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Der Visitationsgottesdienst war eine bunte und fröhliche Angelegenheit und von den Themen her nah bei den Menschen. In den vielen Vertreterinnen und Vertreter aus Gruppen, Kreisen, Institutionen und Vereinen, sowie des Bürgermeisters Frank Volk und Ortsvorstehers Bernhard Hoffmann, spiegelte sich die Lebendigkeit und Vielfältigkeit der Kirchengemeinde, aber auch der Ortsgemeinschaft, wieder.
  
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Musikalisch wirkten Prof. Schemmel an der Orgel, ...
 
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... Mädchenchor und Choryfeen des Sängerbundes (Leitung Andrea Stegmann) ...
 
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... und die Musik-Combo (Leitung Markus Gaa) bei diesem Gottesdienst in beeindruckender Weise mit.
  
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Nachdem der Leiter der Visitationskommission, Schuldekan Hilkert, den Gottesdienstbesuchern als Ergebnis der „Überprüfungen“ mitteilte: „Bei Ihrer Gemeinde ist alles in Ordnung, sowohl im kirchlichen Bereich, als auch in der Verwaltung!“ lud er zur anschließenden Gemeindeversammlung ein.
  
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Als Vorsitzender eröffnete und leitete Bernhard Hoffmann diese. Vor zahlreichen Anwesenden konnte Schuldekan Hilkert die fünf wichtigsten der erarbeiteten Ziele vorstellen. Dabei betonte er, dass es natürlich auch andere Ziele gäbe, aber diese fünf im Rahmen der Visitation erarbeitet wurden und als nächstes in Angriff genommen werden.
  
Diese Zielvereinbarungen sind:
   

1.    Bis Ende 2020 ist ein Konzept entwickelt wie das Außengelände der Kirche instandgesetzt, der Zugang zur Kirche barrierefrei gestaltet wird und die Grünanlagen pflegeleicht angelegt werden.
   
2.    Bis Ende 2019 ist das Pfarrbüro in das Dachgeschoss des Evang. Gemeindehauses verlegt und der verbleibende Raum im Dachgeschoss wird in Absprache mit dem Team des Jugendcafés gestaltet.  
  
3.    Die Gottesdienste werden weiterhin bunt gestaltet, um dadurch Menschen zu erreichen und neugierig zu machen: Es gibt einen weiteren Abendgottesdienst im Sommer. Die Musik-Combo unterstützt die Gemeinde beim Erlernen neuer Lieder.  
 
4.    Kinder und Jugendliche haben einen festen Platz in der Gemeinde: Bis Anfang 2020 hat sich die Zahl der Kinder im Kindergottesdienst verdoppelt. Gemeinsam wird dafür ein Konzept entwickelt. Das Jugendcafé wird im Laufe des Jahres auf zwei Treffen im Monat erweitert.  
  
5.    Einmal im Jahr lädt der Ältestenkreis zu einem Abend der Begegnung auf die Kirchenterrasse ein.
  
   
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Zu diesen Zielen gab es Fragen und Anregungen, die der Ältestenkreis in seinen nächsten Sitzungen bedenken wird. Dies gilt auch für alle Anregungen, die unter dem Punkt „Verschiedenes“ eingeflossen sind.
  
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Ebenfalls zur Visitation gehört in den nächsten Tagen ein Unterrichtsbesuch des Schuldekans bei Pfarrerin Michaela Deichl und ein „Runder Tisch Schule“, mit Visitationskommission, Schulleitung, der kath. Kollegin, Pfarrerin und 2 Mitgliedern des Ältestenkreises. Damit findet die Visitation dann ihren Abschluss.  
Von Seiten der Visitationskommission wird in den nächsten Wochen ein sogenannter „Bescheid“ an Ältestenkreis und Pfarrerin gehen, in dem noch einmal die Zielvereinbarungen festgehalten und Rückmeldungen in der Gemeinde gegeben werden. Wir dürfen darauf gespannt sein!
  
Text: Ernst Merdes
Bilder: Burkhard Zantopp
11.02.2019
  
 Persönlicher Rückblick der Pfarrerin
  
Auf der einen Seite ist so eine Visitation in der Regel eine anstrengende Angelegenheit. Auf der anderen Seite erlebe ich aber immer wieder, wie gut es tut, ab und an innezuhalten, um auf das zu schauen, was da ist und zu überlegen, wie es weitergehen soll.
 
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Wenn ich auf die Visitationswoche zurückblicke, dann denke ich:
Unsere Ziele sind eine runde und gute Sache geworden. Das hat sich auch durch die allgemeine Zustimmung bei der Gemeindeversammlung bestätigt. Im Ältestenkreis sind wir ein wirklich gutes Team, das sich mit den unterschiedlichen Fähigkeiten bereichert und ergänzt und bei aller Arbeit trotzdem auch Grund hat, miteinander zu lachen und sich auszutauschen. Auch das ist im Rahmen der Vorbereitungen und der Visitation selbst noch einmal ganz deutlich geworden. Ich bin glücklich, mit so einem Ältestenkreis zusammenzuarbeiten.
  
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Und noch etwas hat mich sehr berührt und bewegt. Im Rahmen der Visitation gab es unter anderem eine Gesprächsrunde mit Verantwortlichen aus Vereinen. Und ebenfalls hat sich der Gemeindebeirat getroffen. Das sind ehrenamtlich Mitarbeitende aus unserer Gemeinde und anlässlich der Visitation auch Gäste aus unserer katholischen Schwestergemeinde. Für mich war bei all diesen Begegnungen eine sehr starke Offenheit spürbar und Verbundenheit mit der Arbeit unserer Kirchengemeinde. Es ist deutlich gewesen, dass wir innerhalb der Gemeinde ein gutes Miteinander haben. Nach außen hin werden wir mit unseren Angeboten wahrgenommen und geschätzt.
   
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Die große Nähe und Wertschätzung ist auch im Visitationsgottesdienst am Sonntag noch einmal sichtbar geworden. Sowohl bei all denen, die im Gottesdienst mitgewirkt haben, als auch bei den vielen Menschen aus unterschiedlichen Bezügen, die uns begleitet und diesen Gottesdienst mitgefeiert haben. Bunt und vielfältig, lebendig und fröhlich. Es war schön all die bekannten und vertrauten Gesichter zu sehen, ein Nicken, ein Lächeln, ein aufmerksamer Blick aus den Kirchenbänken.

An dieser Stelle ist mir wichtig, danke zu sagen:

*  Unseren Kirchenältesten, unserer Sekretärin und unserem Förderverein
  
*  Danke an alle, die mitgedacht, mit vorbereitet und sich auf vielfältige Art eingebracht, für Essen gesorgt, Räume gerichtet oder
    aufgeräumt und den Gottesdienst mitgestaltet haben

 
*  Allen, die in unserer Gemeinde mitarbeiten und allen, die darüber hinaus ihre Verbundenheit zu unserer Gemeinde gezeigt haben.
  
   
Ich freue mich auf weitere Begegnungen.
Michaela Deichl
11.02.2019