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Gottesdienst
zum Abschluss der Bibelwoche
14.05.2017
 

In der ökumenischen Bibelwoche sind evangelische und katholische Gemeindemitglieder aus Dilsberg und Mückenloch eingeladen, sich mit einer vorgegebenen Bibelstelle auseinander zu setzen. Dieses Jahr war es das Matthäus Evangelium und Herr Wäsch, Prädikant in der evangelischen Kirche, hatte sich die Geschichte „Jesus geht auf dem Wasser“ ausgesucht. Der Hintergrund dieser Geschichte und die reale Möglichkeit, auf dem Wasser zu gehen, wurden ausgiebig diskutiert. In der zweiten Woche hatte Herr Jordine, Pastoralreferent der katholischen Kirche, sich die Seligpreisungen aus der Bergpredigt im Matthäus-Evangelium ausgesucht. Sie wurden in zwei verschiedenen Bibelübersetzungen verglichen und anschließend machte sich jeder Gedanken über die eigene Vorstellung von Seligkeit und vom erfüllten Leben.
 
Am Sonntagabend fand dann der ökumenische abschließende Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Dilsberg statt. Prädikantin Frau Jana Ihrig übernahm den evangelischen Teil. Sie und Herr Alfred Jordine wechselten sich in der Liturgie ab. Umrahmt wurde der Gottesdienst sehr eindrucksvoll vom Auftritt der Chöre, dem kath. Kirchenchor Dilsberg zusammen mit dem Sängerbund Dilsberg unter der Leitung von Herrn Volker Konetschny. An der Orgel begleitete Herr Prof. Schemmel die von der Gemeinde gesungenen Lieder. Durch den an diesem Sonntag datierten Muttertag bestand die Gemeinde jedoch in erster Linie aus den Chören.
 
Herr Jordine hielt die Predigt, nachdem Frau Ihrig den Text auch aus dem Matthäus-Evangelium gelesen hat, nämlich aus der Bergpredigt das bekannte Gebet „Vaterunser“. Jeder Christ kennt dieses Gebet, man betet es in verschiedenen Situationen entweder für sich persönlich oder gemeinschaftsverbindend. Es ist der Kern der Bergpredigt und wird als Geschenk von Jesus an seine Jünger und damit auch an uns angesehen. Als zentrale Botschaft an uns werden 2 von mehreren Bitten beschrieben: „Führe uns nicht in Versuchung“ und „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben…“, das bedeutet, dass Beten und Handeln eng beieinander sind. Herr Jordine wies noch auf einen für die Ökomene wichtigen Bestandteil hin, nämlich die Lobpreisung am Ende („denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit…“) des Vaterunser, das früher im katholischen Gebet nicht vorkam. Es ist der Auftrag, miteinander in das Lob Gottes einzustimmen in der Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern.

Nach dieser interessanten Predigt sang der Chor das Lied „Herr, gib uns Mut zum Brücken bauen“ und gemeinsam sangen alle „Strahlen brechen viele“. Das anschließende Vaterunser wurde vielleicht mit noch mehr Inbrunst als sonst gemeinsam gebetet.
 
Bei der Verabschiedung an der Kirchentür standen beide Liturgen noch für Fragen und Kommentare bereit.

   
Text: Annegret Boehner
Bilder: Annegret Berroth
21.05.2017