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Weltgebetstag mit kubanischer Lebensfreude und Rhythmen
Gottesdienst vermittelte Einblicke in Leben und Glauben der Frauen in Kuba
4. März 2016
  
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Immer am ersten Freitag im März findet der Weltgebetstag der Frauen statt, an dem sich auf dem gesamten Globus Menschen treffen, um die gleichen Gebete zu sprechen, die gleichen Lieder zu singen. Eine Gottesdienstordnung geht um die Welt und die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Dilsberg und Mückenloch feiern gemeinsam mit.
 
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Erstellt wird die Liturgie von Frauen aus einem Beispielland, in diesem Jahr Kuba. Mit ausgesuchten Geschichten und Gebeten wiesen die Frauen in einem bunten, rhythmischen Gottesdienst auf ihre Probleme hin und drückten insbesondere ihre Verbundenheit zwischen den verschiedenen Generationen aus.
 
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Mit einem alkoholfreien „Mojito“, einem Cocktail-Klassiker aus Kuba, wurden die Besucher auf das karibische Lebensgefühl eingestimmt. Zu kubanischen Rhthmen und mit einem Schmetterlingsjasmin (die Nationalblume) im Haar zog das Vorbereitungs-Team in die Kirche ein.
 
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Die Weltgebetstagskerze wurde vom letztjährigen Gastgeber an die evangelische Kirchengemeinde Dilsberg überreicht und von Annegret Boehner an der Osterkerze entzündet. Dieses Licht wurde geteilt und für jede der teilnehmenden Kirchengemeinden eine weitere Kerze entfacht.
 
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„Buenas noches!“, begrüßte Annegret Berroth die vielen Gottesdienstbesucher und lud sie ein, das Leben und den Glauben der Frauen in Kuba kennenzulernen.
 
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Land, Geschichte und Gepflogenheiten stellte Ursula Rumpf anhand einer Video-Einführung vor. Die karibische Insel ist ungefähr so groß wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Wie ein roter Faden zieht sich der Kampf um nationale Souveränität durch Geschichte und Gegenwart. Erinnert wurde an die Kuba-Krise 1962, ein Konflikt zwischen USA und Sowjetunion der beinahe eskalierte. Seit der Öffnung des sozialistischen Staates wissen immer mehr Touristen das subtropische Klima mit Palmen und blauen Lagunen zu schätzen, was Devisen für lebenswichtige Importgüter bringt. Rund 11 Millionen Menschen leben in Kuba, davon 75% in städtischen Gebieten. Die Krankenversorgung ist gut, europäisch ebenso wie die niedrige Geburtenrate, die Bevölkerung überaltert. Von klein auf sind die Menschen von Musik umgeben, Salsa-Rhythmen ein Ausdruck von Lebensfreude, aber auch von Trost und Kraft angesichts schwieriger wirtschaftlicher Lebensbedingungen.
 
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Immer wieder erhoben sich in den Bankreihen Frauen, die Texte vortrugen und Einblicke in das Leben kubanischer Frauen gaben. Frauen, die das Wort Gottes an ihre Enkelkinder weitergaben. Frauen mit Erfahrung im Widerstand und Leid. Frauen mit vielfältigen Jobs, mit Arbeit im Beruf, in der Gemeinde und der Familie.
  
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Frauen, die eines eint, der Einfallsreichtum mit dem sie ihre Familien ernähren und im täglichen Überlebenskampf für sie sorgen. Frauen, die darauf vertrauen, dass sie der jüngeren Generation einen Weg für eine Zukunft im eigenen Land zeigen, eine Zukunft, die sie bisher noch nicht sehen.
 
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Mädchen berichten über Freude, Rhythmus und Kirche, legen Zuckerrohr als Zeichen der Liebe an den Altar und laden dazu ein sich kubanisch zu begrüßen, mit einem Kuss auf die Wange, einer Umarmung oder einander die Hand zu geben.
 
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Der kubanische Rhythmus prägte den Gottesdienst, mit seiner Lebensfreude war er im gemeinsamen Tanz und vor allem in den Liedern spürbar.
 
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Ein Rhythmus der ins Blut ging und vom Frauenchor des Sängerbunds „ChorYfeen“ ausdrucksvoll vorgetragen wurde, der allein und zusammen mit der Gemeinde, von Dirigentin Song-Yi Lee am E-Piano begleitet, die ungewohnten aber lebensfrohen Lieder anstimmte.
 
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Das biblische Thema „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ vertiefte die Lesung, Worte die pantomimisch begleitet wurden. Der Kinderchor stellte in seinem Lied fest: „Sehet Gottes guten Segen, er verbindet unsere Welt.“
 
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Das Weltgebetstags-Titelbild der jungen kubanischen Künstlerin Ruth Mariet Trueba Castro betrachtete Iris Jammernegg intensiver. Das Motiv greift den Alltag der Menschen in Kuba auf, in Verbindung mit dem biblischen Thema „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“. Mit einer symbolischen Fensteröffnung lädt sie in ihr Heimatland ein.
 
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Eine Einladung, der sich das Vorbereitungs-Team anschloss und nach dem Gottesdienst zu einem kubanischen Büffet ins katholische Pfarrzentum einlud. Der Erlös war für bedürftige Kinder in Neckargemünd bestimmt und wird der Aktion „Wünschelwald“ übergeben.
 
Text: boe
Bilder: bz
© www.dilsberg.de   05.03.2016
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