FWJ Friedenslinde01
Jugendfeuerwehr im Einsatz für die Friedenslinde
Hitzewelle macht auch dem bedrohten Baum zu schaffen
24. Juli 2015
 
FWJ Friedenslinde02 Die mächtige Linde vor dem Tor am Ende der Bergfeste steht unter besonderer Beobachtung. Seit vier Jahren kämpft die Stadtgärtnerei Neckargemünd zusammen mit der Ortsverwaltung und engagierten Bürgern um den Erhalt des vom Pilzbefall bedrohten Baumes. Wie bereits mehrfach berichtet unternimmt der Leiter der Stadtgärtnerei, Bernhard Keilhauer, in Zusammenarbeit mit anderen Experten alles um den Baum zu erhalten. Die aktuelle Hitzewelle und damit verbundene Trockenheit setzt jedoch dem kranken Baum besonders zu, deshalb informierte er Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann, der die Dilsberger Feuerwehr um Unterstützung bat.  
 
Nicht zum ersten Mal rückte die Feuerwehr in dieser Mission aus. Dieses Mal wurde jedoch der Einsatz mit einer praktischen Übung für die Jugendfeuerwehr verbunden, die sich jeden Freitag um 17:30 Uhr trifft. Der stellvertretende Abteilungskommandant, Andreas Weitzell, weiß: „Alles was mit Wasser zu tun hat, macht der Jugend besonderen Spaß.“ Zur Auflockerung durfte sie deshalb, beim letzten Treffen vor den Sommerferien, zu einem richtigen Einsatz ausrücken. In voller Arbeitsmontur ging es zusammen mit den Ausbildern im MTW durch die Bergfeste bis kurz vor das Tor. Dann wurde der Schlauch bis zum Einsatzort ausgerollt und am Hydranten angeschlossen. Anstatt einer „trockenen“ Übungsstunde hieß es nun zur Freude des Nachwuchses: „Wasser marsch!“ Damit der Stamm gleichmäßig „berieselt“ wurde und das Wasser im Bereich vom Stamm zur Kronentraufe versickern konnte, wurde ein Hohlstrahlrohr zur Druckminderung verwendet. Diese Aufgabe bereitete den Jugendlichen sichtliches Vergnügen und bescherte dem Baum wertvolles Lebenselixier.
 
Und weil alles perfekt geklappt hat, kam auf dem Rückweg in der historischen Bergfeste auch der Baum auf dem Dorfplatz in den Genuss einer erlabenden Wasserspende. So wurden in einem Einsatz gleich zwei gute Taten vollbracht, die Natur wird es den Floriansjüngern sicherlich danken, die Bevölkerung auf jeden Fall.
 
 
 
Text: boe
Bilder: Andreas Weitzell
© www.dilsberg.de   27.07.2015
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