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„Der tollste Tag“ - eine spritzige Premiere der Burgbühne
Intrigenreiche Komödie mit dramatischem Ende
26. Juni 2015
 
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Der bekannte Klassiker „Figaros Hochzeit“ oder „Der tollste Tag“ feierte in der Bearbeitung von Regisseur Alfons Duczek auf der Burgbühne eine spritzige Premiere. Die Komödie frei nach Beaumarchais und Turrini wurde in die zeitlose Moderne transportiert, in der es deftig zugeht. Ein minimalistisches Bühnenbild reicht völlig aus, denn im Mittelpunkt stehen die Schauspieler, die alle Register ziehen und mit Sprache und Ausdruck begeistern. Kecke Dialoge strapazierten die Lachmuskeln, Musik, Tanz und Gesang runden das Geschehen auf Bühne ab. Alles zusammen trägt zu einem kurzweiligen und äußerst unterhaltsamen Abend bei.
 
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Figaro (Simon Winter) freut sich auf seine Hochzeit mit der reizenden Zofe Susanne (Raya Neumann) und zeigt ihr voller Stolz ihr zukünftiges Zimmer. Doch sie will weder Bett noch Zimmer, denn sie durchschaut den edlen Spender Graf Almaviva (Axel Bedbur), der das Recht der ersten Nacht wieder einführen möchte.
 
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Auch Marcelline (Tanja Emmerich), eine reife Dame, möchte diese Hochzeit verhindern, da sie sich in Figaro verliebt hat. Als sie Medikus Bartholo (Felix Bidmon) um Rat fragt, liefert sie sich mit Susanne ein hitziges Wortgefecht. Kaum ist die Zofe allein im Zimmer, erscheint Cherubin (Max Staiger) und bittet um ihre Hilfe, weil ihn der Graf wegen seiner amourösen Abenteuer entlassen hat.
 
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Da kündigt ein Diener (Emil Dreschert) den Grafen an, der Susanne seine Leidenschaft offenbaren will und Cherubin kann sich gerade noch unterm Stuhl verstecken. Als Susanne dem Graf eine Abfuhr erteilt, ruft dieser nach dem unterwürfigen Bazillus (Florian Lindekugel), der ihm eine Intrige liefern soll, um die Hochzeit zu verhindern.
 
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Diese versucht die charmante Gräfin (Kathrin Bidmon) hingegen mit aller Raffinesse zu beschleunigen. Das erzürnt wiederum den Grafen, der zu allem Elend Cherubin entdeckt und ihn zu seinem Regiment versetzt, weg von der holden Weiblichkeit. Da kann nur noch Figaro helfen, der einen Plan ausheckt.
  
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Während das Bühnenbild umgebaut wird erscheint aus allen Richtungen das Volk und zieht mit Tanz und Gesang nach Toledo. Ein aufreizendes Zwischenspiel, das unterhaltsam den zweiten Akt einleitet. Hier berichtet die Gräfin ihrer Zofe von ihrer unerfüllten Ehe und sinniert über die Liebe der Männer.
  
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Zusammen mit Figaro entwickeln sie einen gefährlichen Plan um Cherubin zu retten, dessen heimliche Liebe der nicht abgeneigten Gräfin gehört. In Susannes Kleidern soll er den Grafen täuschen, doch der klopft eifersüchtig an die abgeschlossene Zimmertür und nur ein mutiger Sprung aus dem Fenster rettet ihn, der lieber ein verkleidetes Mädchen als ein echter Held sein will.
 
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Erst als der betrunkene Gärtner (Jonathan Beller) von zerdrückten Rosenbüschen und einer Perücke berichtet, schwant dem Grafen Ungeheuerliches und er sucht mit Bazillus flugs nach einer Gegenintrige.
 
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Die naht als Marcellina von einem angeblichen Eheversprechen Figaros berichtet. Der Graf beauftragt beim windigen Ortsrichter Don Guzmann (Markus Winter) ein passendes Urteil ebenso wie Marcellina. Auch Gerichtsdiener Zettelkopf (Matthias Dreschert) hält für seine Verschwiegenheit die Hand auf. Nur Figaro vertraut auf die Gerechtigkeit und wird eines Besseren belehrt.
  
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Susanne startet mit der Gräfin einen letzten verzweifelten Versuch den Grafen umzustimmen, doch es kommt zu einem ebenso überraschenden wie dramatischen Finale. Ein tolles Stück das durch überzeugende Schauspieler mittels Gestik, Mimik und Sprache besticht, war von Premierenbesuchern zu hören. Eine Komödie, die mit einem effektvollen Schluss überrascht, auch oder gerade wenn man Figaros Hochzeit kennt.
 
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„Faszinierend ist das Farb- und Lichtspiel, die Kombination aus Tageslicht und Kunstlicht, das in der prächtigen Kulisse eine tolle Stimmung schafft.“, schwärmte eine Besucherin.  Gute Unterhaltung überzeugend präsentiert, wie man es von der Burgbühne kennt. Dazu trägt wie immer auch ein tolles Team im Hintergrund bei, sei es Uschi Ess mit ihren fantastischen Kostümen, das kreative Maske-Team mit Michaele Emmerich, Claudia Kücherer, Janina Kücherer, Tina Maurer oder Bühnenbau und Technik unter der Leitung von Markus Gaa. Die Musik arrangierte Nicolai Sommer, der zusammen mit dem Frauenchor „ChorYfeen“ den Gesang übernahm. Spezielle „Lichtblicke“ und guten Ton steuerten Benjamin Zeidler, André Wolf, Simon Emmerich und Alexander Stieg bei. Hier geben alle ihr Bestes damit das Ergebnis stimmt und der Applaus des Publikums bestätigt dies.
 
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Vor Beginn und am Ende der Aufführung sowie in der Pause lädt die Theaterklause die Besucher zur gemütlichen Einkehr auf dem herrlichen Ambiente des Rhein-Neckar-Kreises ein, wo sich bei einem Gläschen Sekt die fantastische Aussicht genießen lässt und das Gespräch mit den Schauspielern einen erlebnisreichen Abend abrunden.
 
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Text: boe
Bilder: bz
© www.dilsberg.de   27.06.2015
 
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