Hornung Karl02 Hornung Karl01

 Einer der Alteingesessenen
in Neckargemünd-Rainbach,
ist 90 Jahre alt
geworden

am 22.01.2015
 

Er erblickte 1925 das Licht der Welt. „Die Hebamme kam vom Dilsberg herunter“, erzählt Hornung. Die Eltern betrieben ein wenig Landwirtschaft, versorgten Ziegen und gingen „auf’s Äckerle“. Hornung besuchte die Volksschule auf dem Dilsberg. „Das war ein steiler Fußweg bis hinauf über die Lochmühle“, erinnert er sich. Nach der Schule besuchte er die „Private Handelsschule“ des Onkels in Heidelberg. Diese befand sich nahe der Providenzkirche und beherbergte jahrzehntelang im Untergeschoss das Musikhaus Pfeiffer.

Nach dem Abschluss begann er eine kaufmännische Lehre bei der HeidelbergerStraßen-undBergbahnAG(HSB). Doch nach zwei Jahren war Schluss, wegen des Reichsarbeitsdienstes musste Hornung ins Saarland. Von dort ging er zur Infanterie in die Nachrichtenabteilungen der Westfront im Zweiten Weltkrieg. Er wurde auch in Bar-le-Duc, Verdun und in der Normandie eingesetzt. 1944 kam er in Gefangenschaft in Belgien, nach einem Unfall auf einem Lastwagen wurde Hornung mit einem Lazarettschiff nach England verbracht.

1948 kam der Jubilar zurück in die Rainbach, beendete die Lehre bei der HSB mit dem Kaufmannsgehilfenbrief und übernahm kaufmännische Arbeiten bei der Straßen- und Bergbahn bis zu seiner Pensionierung 1986. Als Liebhaber der „Rose vom Dilsberg“, also als „Ritter Wolf von Hirschhorn“, spielte Karl Hornung in zwei Saisonaufführungen1951/52 mit. Aus dem Theater wurde Realität, eben diese „Rose“ heiratete er 1952: Gisela Lehr. 1951 wurde Hornung auch das „Bürger“-Prädikat der Gemeinde Dilsberg verliehen. Mehrere Kinder gingen aus der Ehe hervor. Bereits 1948 trat Karl Hornung in den Dilsberger Sängerbund ein und war 30 Jahre Mitglied der Vorstandschaft. Auch heute noch ist der Jubilar rüstig, der große Garten hält ihn auf Trab.

Die "Dilsberger" wünschen alles Gute vor allem Gesundheit.
 
Text: Roland Fink
Bilder Archiv bz