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Der kulinarischen Kreativität gehört seine Leidenschaft
 
Erik Metzger gewinnt Stadt-Meisterschaft vom „Verein der Köche“
19. März 2012
 
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Im Sommer legt Erik Metzger seine Gesellenprüfung als Koch ab, doch bereits jetzt bewies er bei der Heidelberger Stadtmeisterschaft vom „Verein der Köche“, dass die Kunst der kreativen Küche sein Metier ist und belegte im Wettbewerb für Auszubildende im dritten Lehrjahr den ersten Platz. Die Freude darüber ist im „Goldenen Pflug“ in Eiterbach, wo er seine Ausbildung absolviert, mindestens ebenso groß, wie im Gasthaus „Zur Sonne“ auf dem Dilsberg, wo der junge Koch seine Wurzeln hat. Hier half er bereits während der Schulzeit seinem Vater in der Küche und entdeckte schnell, dass ihm das wesentlich mehr Spaß macht als die Paukerei auf dem Gymnasium. Deshalb vertauschte er, nach dem Realschulabschluss in der 10. Klasse, die Schulbank mit der Kochschürze.

Vor dem Sieg galt es jedoch eine Menge anspruchsvoller Aufgaben zu meistern. Im Vorentscheid mussten die Teilnehmer Theoriefragen beantworten, die in Form einer Arbeit zusammengestellt waren. Nur die fünf Besten erhielten eine Einladung zum Praxiskochen im „Holiday Inn“ in Heidelberg.

Nervosität machte sich breit, denn innerhalb einer Stunde mussten die angehenden Köche einen Theorieteil bearbeiten und aus einem vorgegebenen  Warenkorb ein Vier-Gänge-Menü zusammen stellen. Doch kaum hatte Erik Metzger die Liste der zwölf Pflichtmaterialien und der wahlweise einsetzbaren Lebensmittel in der Hand, machte er sich ruhig und konzentriert ans Werk. Nachdem das geschriebene Menü der Jury vorlag, hatte er vier Stunden Zeit um dieses für sechs Personen zuzubereiten.
 
SonneErik07 SonneErik05 Als Koch muss man belastbar sein und diese Kunst scheint Erik Metzger bereits heute zu beherrschen. Als ersten Gang kreierte er eine Paprikacremésuppe  mit gebratener Jakobs- muschel und Butterfly-Garnele auf Paprika-Perlgraupen-Ragout. Als nächstes bereitete er Filet vom Wolfbarsch an Thymiansoße auf karamellisierten Schwarzwurzeln zu. Sein Hauptgang bestand aus gebratenen Medaillons von der Schweinelende mit Serranoschinken umwickelt mit Rotweinsoße, glasiertem Karotten-Lauch-Gemüse und Herzoginkartoffeln. Als Dessert rundete ein Nuss-Nougatparfait mit Vanillesoße auf Apfel-Birnen-Kompott das wohlschmeckende Menü köstlich ab.
   
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Mit dieser Kreation überzeugte er die Jury, die sein sauberes Arbeiten, seine Kreativität beim Zubereiten sowie Anrichten der Speisen honorierte. Stolz berichtete sein Vater: „Einer der Prüfer erzählte mir nach der Prüfung, dass er beeindruckt war, wie hilfsbereit und kollegial Erik während des Wettkampfs seine Kontrahenten unterstützte.“ Mit dem Gewinn der Stadtmeisterschaft qualifizierte sich der junge Koch für die Theorie-Vorentscheidung des Landesverbandes Baden-Württemberg im April. Eine Delegation vom „Verein der Köche“ überreichte seinem Lehrmeister Christian Heß in Eiterbach den Hans-Erkes-Gedächtnis-Pokal, ein Wanderpokal mit dem die Ausbildungsbetriebe gewürdigt werden. Er selbst erhielt einen kleinen Pokal mit Urkunde und eine Kochjacke mit dem Logo des „Vereins der Köche“.
 
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Die Kochkunst scheint Erik Metzger in die Wiege gelegt, denn nicht nur Vater Klaus ist auf dem Dilsberg für seine Kochkünste bekannt, auch Onkel Armin, der 1984 bei der Stadtmeisterschaft den zweiten Platz belegte, lernte im Gasthaus „Zur Sonne“ und sammelte wie sein Bruder nach der Ausbildung in der Schweiz und auf der Holland-America-Line internationale Erfahrungen. Diese Zukunftsträume hegt auch der Junior, der nach seiner Prüfung zunächst im Inland und anschließend auf einem Kreuzfahrtschiff sowie im Ausland arbeiten möchte. Ab dem 1. August beginnt er seine Gesellenjahre zunächst im renommierten „Landhaus Feckl“ in Ehningen. Wanderjahre sind für renommierte Köche fast ein Muss und für Erik durchaus verlockend: „Dadurch lerne ich viel für meinen Beruf und sehe gleichzeitig die Welt.“ Spätere Rückkehr auf den Dilsberg nicht ausgeschlossen.
 
Bilder: bz
Text: boe
20.03.2012