Begeisterndes
Benefiz-Konzert der
„Young American Virtuosi“

Musikalische Postkarten vom Dilsberg feierten Weltpremiere

6. Juli 2008

 

Dem Peru-Kreis der katholischen Kirchengemeinde Dilsberg war es gelungen „The Young American Virtuosi“ - die Stipendiaten der Kulturstiftung des Rhein-Neckar-Kreises, für ein Benefizkonzert zugunsten der Partnergemeinde Mótil in Peru zu gewinnen. Musikliebhaber ließen sich diesen Genuss nicht entgehen und lauschten voller Begeisterung den virtuosen Klängen dieser fantastischen jungen Musiker. Für den Peru-Kreis sprach Marek Jaworek der Familie Borowsky seine Hochachtung für ihre Solidarität aus und wünschte den Besuchern: „Lassen sie sich von der Musik inspirieren.“
 

Die großartige Musikerfamilie aus dem amerikanischen Maryland hat bereits zahlreiche internationale und nationale Preise erhalten und begeistert bei Konzerten mit ihrer fantastischen Technik und einzigartigen Musikalität. Elizabeth Borowsky (Klavier), Emmanuel Borowsky (Violine) und Frances Grace Borowsky (Violoncello) faszinierten sowohl als Solisten wie auch durch ihr harmonisches Zusammenspiel und boten klassische Musik vom Feinsten.
 

Vater Professor Charles H. Borowsky führte in charmanter Weise durch das Programm und begrüßte die Zuhörer: „Guten Abend Freunde, wir fühlen uns als Teil der Familie!“ Mit Blick auf die peruanische Partnerfahne, erinnerte er daran, dass in Peru über die Hälfte der Bevölkerung in Armut lebt: „Wir wollen teilen, die Musik und alles was wir haben!“ und welche Melodie konnte besser zur Stimmung des Tages passen als „El Condor Pasa“, mit der die Musiker das Konzert bewegend eröffneten. Mozarts „Ave Verum“ und das „Ave Maria“ von Bach/Gounod klangen faszinierend durch das Kirchenschiff.
 

Das jüngste Familienmitglied Frances Grace begeisterte mit Bachs Suite in C Dur, spielte alle sechs Sätze und somit eine der schwierigsten Solopartien für Violincello. In faszinierender Schnelligkeit ließ Pianistin Elizabeth ihre Finger über die Tasten des Flügels gleiten und entlockte ihm die schwierigsten Tonfolgen in unvergleichlicher Präzision.
 

„Jeux d´eau“ – das Spiel des Wassers, erklang speziell für den Geschäftsführer der Kulturstiftung, Paul Schäfer. Wechselweise plätscherte das Element mal friedlich rauschend und dann wieder temperamentvoll sprudelnd. Virtuos beherrscht Emmanuel die Violine und lässt den Bogen elegant über die Saiten gleiten. Bei „Zigeunerweisen“ von Pablo de Sarasate ließ er getragenen wehmütigen Passagen, das überschäumende temperamentvolle Zigeunerleben folgen und riss das Publikum förmlich mit.
 

Während des Aufenthalts im Kommandantenhaus komponierten die drei Musiker, inspiriert durch Natur, Legenden und Menschen vom Dilsberg „Postcards from Dilsberg“, dessen Weltpremiere die Besucher an diesem Abend erlebten. Die fünf Postkarten widmeten sie den Einwohner der Gemeinde und die Premiere der Kulturstiftung. Die dazugehörige CD wird im September 2008 erscheinen und in der „Dilsberger Keramik“ sowie bei „Amazon“ erhältlich sein.
 

Mit „Music from Around the World“ arrangiert von Elizabeth Borowsky neigte sich ein wunderschönes Konzert dem Ende entgegen. Nach nicht enden wollendem Applaus und Standing Ovations erklang noch einmal „El Condor Pasa“, ...
 

bevor sich Barbara Berberich, die langjährige frühere Leiterin des Peru-Kreises, mit den Worten „Unser Herz ist voller Freude!“ bei den Musikern bedankte und einen Präsentkorb überreichte.
 

Zur Unterhaltung führte die Tanzgruppe „Anni Richter“ historisch gewandet mittelalterliche Tänze auf.
 
Im Pfarrhof trafen sich Besucher mit der Musikerfamilie zum allgemeinen Austausch bei einem kleinen Imbiss und gemeinsam sang man deutsche Volkslieder, bevor es endgültig hieß Abschied zu nehmen.
 

Den Aufenthalt auf dem Dilsberg resümierte Prof. Borowsky als erfolgreich und bereichernd. „Wir haben etwas mehr gemacht als Mark Twain. Wir haben mit euch Wasser, Wein und Bier getrunken und dabei herausgekommen sind die Postkarten vom Dilsberg.“