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Diffiziler Skulpturentransport
durch die Dilsberger Bergfeste
Rhein-Neckar-Kreis und Kulturstiftung präsentieren
Skulpturengarten
11. Mai 2007 |
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Zum zehnjährigen
Bestehen des Kulturzentrums „Kommandantenhaus Dilsberg“ richtet der
Rhein-Neckar-Kreis zusammen mit der Kulturstiftung
Rhein-Neckar-Kreis e.V. seinen kulturellen Blick auf den Dilsberg.
In der Hofanlage vom Kommandantenhaus sowie im Schlossgarten
präsentieren 15 Künstler aus der Region und darüber hinaus, ihre
Skulpturen, Plastiken und Installationen. Doch bevor es soweit ist,
galt es in diffiziler Feinabstimmung die teilweise bis zu vier Meter
langen Skulpturen durch die enge Dilsberger Bergfeste an ihren
Standort zu manövrieren. |
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So ein Event will
gründlich geplant sein und erfordert bis zur Eröffnung am 10. Juni
allerhand und vielfältige Vorbereitungen. Die Gesamtplanung obliegt
Bernhard Haffner von der Kulturstiftung. Mit dem Legen der
Fundamente wurden Schüler der Friedrich Hecker Berufsschule,
Fachbereich Bau, in Sinsheim beauftragt. Die Betonsockel
produzierten sie in der Schule und im Rahmen eines Projekttages
übernahmen sie vor Ort den Aushub von einem halben Meter und
versenkten die Sockel im Boden. „Wer den steinigen Dilsberger Boden
kennt weiß, dass das mit viel Schweiß verbunden ist.“, lobte Haffner
das Engagement der Berufsschüler.
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Akribische Planungen
waren vonnöten, als es galt die vier Meter lange und 800 Kilogramm
schwere Bronzeskulptur von Otto Wesendonck durch den Torbogen zum
Kommandantenhaus zu transportieren. Eine Spedition lieferte das
Kunstwerk bis zur Tuchbleiche und ab hier übernahm Hans Michael
Franke, der den Transport der Kunstobjekte organisierte, mit einem
37 Jahre alten Unimog den Weitertransport. Dieses alte Gefährt mit
Kran kommt nur noch äußerst selten zum Einsatz, aber innerhalb der
engen historischen Bergfeste bot es, bedingt durch seine geringe
Ausmaße, die einzig durchführbare Transportmöglichkeit und war
unentbehrlich. Mehrere Helfer folgten dem Fahrzeug und ermöglichten
mit akribischem Blick sowie Fingerspitzengefühl eine problemlose
Tordurchfahrt. Ein neuralgischer Punkt war die Ecke am Gasthaus „Zur
Sonne“. Aufmerksam verfolgten Anwohner, wie das Kunstobjekt in Höhe
des Brunnens behutsam abgesetzt und nachdem der Unimog gewendet
hatte, von der anderen Seite wieder aufgenommen wurde.
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Der restliche
Weg war im Vergleich dazu verhältnismäßig einfach. „Quinte“, wie
der Künstler sein Werk nannte, ragt inzwischen stolz neben dem
Kommandantenhaus empor. Die Zusammenarbeit klappte bestens, was
für Franke nicht zuletzt an Daniel Schäfer der „guten Seele vor
Ort“ lag, der fürs Handwerkliche verantwortlich war.
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Ein
ausführlicher Bericht über die ausstellenden Künstlerinnen
und Künstler sowie ihre Skulpturen, Plastiken und
Installationen ist zu einem späteren Zeitpunkt geplant. |
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Mittlerweile sind vierfünftel der Ausstellungsstücke aufgebaut und
die Vorbereitungen stehen kurz vorm Abschluss. Interesse weckend
ragt die Installation „… der Berg fliegt.“ über der
Schlossgartenmauer und bereits jetzt lohnt sich der Gang durch den
temporär veränderten Schlossgarten. Das besondere Flair des
mittelalterlich geprägten Dilsbergs in Kombination mit moderner
Kunst, inmitten landschaftlicher Idylle bietet eine reizvolle
Perspektive, die es zu entdecken lohnt. Erstmalig wird damit nicht
die Kunstausstellung der Kreiskulturwoche „wandern“, sondern
hoffentlich viele Ausstellungsbesucher zu einer „Wanderschaft auf
den Dilsberg“ animieren.
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| Über das vielfältige Rahmenprogramm bis einschließlich 16.
September, beginnend beim Künstlerfrühschoppen mit Führung durch die
Ausstellung und endet mit einem großen Erzähl-, Mal- und
Videowettbewerb der Schulen im Rhein-Neckar-Kreis, informiert die
Tagespresse sowie ein spezieller Flyer zum Skulpturengarten.
Begleitend ist beim Landratsamt ein informativer Ausstellungskatalog
erhältlich. |

Bilder Aufbau: Bernhard Haffner |
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