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Bringt Entwicklungsoffensive frischen Wind in die Ortsteile?
Fortschreibung des Stadtleitbildes der Stadt Neckargemünd
23. Juli 2015

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Moderatoren Lisa Porsche & Eva-Maria Elkemann
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Die Dilsberger Tuchbleichenhalle war Treffpunkt für interessierte Bürger aus den Ortsteilen Dilsberg, Mückenloch und Waldhilsbach, um ihre Ideen und Anregungen für die zukünftige Entwicklung einzubringen. Das zentrale Thema lautet: „Wie soll Neckargemünd in den nächsten 10 Jahren aussehen?“ Dazu startete die Kernstadt in diesem Frühjahr eine Entwicklungsoffensive in Zusammenarbeit mit der Imakomm Akademie Stuttgart und ging nun auf die Ortsteile zu, um deren spezifische Entwicklungsschwerpunkte zu eruieren.
 
Ortsvorsteherin Anne von Reumont (Waldhilsbach) begrüßte neben ihren Amtskollegen Bernhard Hoffmann (Dilsberg) und Joachim Bergsträsser (Mückenloch) die Teilnehmer sowie von Imakomm die Leiterin für Strategische Kommunalentwicklung Eva-Maria Elkemann und ihre Kollegin Lisa Porsche zu einem kreativen, konstruktiven und lösungsorientierten Abend.
 
Das 2003 erstellte Leitbild der Stadt soll zusammen mit den Bürgern fortgeschrieben und weiterentwickelt werden. Moderatorin Elkemann stellte zunächst das Projekt vor. Bewusst nahm von der Verwaltung niemand an der Gesprächsrunde teil, um neutral alle Themen einzufangen. Das aktive Zugehen auf einzelne Bevölkerungsgruppen hatte an diesem Abend das Ziel, eigene Entwicklungsschwerpunkte der jeweiligen Ortsteile zu entwickeln. Die Frage lautete, in welchen Bereichen besteht Handlungsbedarf.
 
Für den Ortsteil Mückenloch ergaben die verschiedenen Wortmeldungen folgende zentrale Punkte: Erhalt der Infrastruktur, Umsetzung des Neubaugebiets „Haager Feld“, Bildung und Soziales, verbesserter Nahverkehr mit Anbindung an die S-Bahn, Angebote für Kinder und Jugendliche. Positiv wurde das gute Miteinander erwähnt.

Den Dilsberger Bürgern lag ebenfalls die Infrastruktur am Herzen sowie der rückläufige Tourismus, der Ausbau von Internet, Breitband und Mobilnetz, ein Feuerwehrhaus außerhalb der Bergfeste, die Busverbindung Richtung Dilsbergerhof, die Aufenthaltsqualität (Sitzmöglichkeiten), der Rückgang an Gastronomie. Es fehlt ein Ortszentrum, es mangelt an der Info-Politik seitens der Stadt und die Schließung der Notdienstzentrale wurde thematisiert, auch wenn man das Glück habe, dass im Ort eine Ärztin praktiziere.

Der Ortsteil Waldhilsbach war am stärksten vertreten und auch hier war der Breitbandausbau ein essenzielles Thema, ebenso die Sicherung der ärztlichen Versorgung, neue Feuerwehrfahrzeuge, bessere und zuverlässige Anbindung an den ÖPNV, die Nahversorgung, Ausbau der Radwege und Verkehrssicherung. Gewünscht wurde ein trockener Unterstand für die zu kleine Friedhofskapelle sowie alternative Alterswohnformen. Positivpunkte waren die Versorgung an Gaststätten sowie das Engagement der Vereine.
 
Bereits hier kristallisierten sich übergreifende Themengebiete der Ortsteile heraus, dementsprechend wurden im nächsten Schritt vier Thementische gebildet. Jeweils einer für jeden Ortsteil sowie einer zum Thema Breitband/Mobilfunk, zu dem Jürgen Schubert vom Kreisseniorenrat feststellte: „Auch Senioren brauchen das Internet.“ Knapp 45 Minuten wurden Themen und Handlungsschwerpunkte gesammelt, rege diskutiert, begründet und erste Maßnahmen niedergeschrieben. Für die Moderatorin war es wichtig zu erfahren: „Wo drückt der Schuh?“ Frei nach dem Kennedy-Zitat: „Was kann die Stadt für mich tun, aber auch was kann ich für die Stadt tun.“
 
Die Vorstellung der an den Thementischen erarbeiteten Handlungs-schwerpunkte zeigte, dass es viele zentrale Themen gibt, aber jeder Ort auch seine eigenen spezifischen Probleme hat. Deshalb sollten zum Abschluss die Maßnahmen nach dringend, mittel- und langfristig gepunktet werden.
  
Was passiert nun mit den erarbeiteten Themen? Im September trifft sich die nächste Projektgruppe, an der auch  die Ortsvorsteher involviert sind. Hier werden die Themen priorisiert und evaluiert.
  
Am 22. Oktober 2015 findet der „Bürger-Marktplatz“ statt, wo Bürger für ihre Handlungsschwerpunkte einstehen. Bringt die Entwicklungsoffensive frischen Wind in die Ortsteile? Man darf gespannt sein, die Moderatorin Elkemann dankte jedenfalls für die konstruktive Arbeit: „Hoffentlich sehen wir uns wieder!“
Text: boe
Bilder: bz
© www.dilsberg.de   16.01.2015
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