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Medizinische Versorgung in Dilsberg weiterhin gewährleistet
Politiker, Bürger und Kollegen gratulierten Dr. Irmtraud Hillebrand zur Praxiseröffnung
28. September 2013
 
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„Der Ärztemangel in Baden-Württemberg spitzt sich zu. Vor allem auf dem Land haben Hausärzte Probleme Nachfolger zu finden.“ So lauten Meldungen, die gerade in letzter Zeit vermehrt zu hören sind. Umso mehr Freude herrschte auf dem Dilsberg als bekannt wurde, dass der seit 1977 in der Gemeinde praktizierende Arzt, Dr. Otto Hoffmann, eine Nachfolgerin gefunden hat.
 
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„Das ist wie ein Sechser im Lotto.“, stellte Ortschaftsrat Alexander Fischer (CDU) bei der Eröffnung der internistischen Hausarztpraxis von Dr. Irmtraud Hillebrand fest. Nach vierwöchiger intensiver Renovierungsarbeiten stellte die Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie ihre harmonisch und hell gestalteten Praxisräume der Öffentlichkeit vor.
 
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Zahlreiche Ortschaftsräte folgten der Einladung und freuten sich über den nahtlosen Übergang ebenso wie Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann, der bekannte: „Das war dieses Jahr der schönste Tag, als ich gehört habe, Sie machen die Praxis weiter. Das ist eine große Freude für die Bevölkerung und den Ort.“ Er wünschte nicht viele kranke Patienten, sondern viele Leute die sie gesund mache und überreichte den Dilsberg-Teller. Dem langjährigen Hausarzt Dr. Hoffmann wünschte er mit einem Präsent einen guten Ruhestand. Der Mediziner äußerte sich erfreut darüber, dass alles so gut geklappt und er mit Frau Dr. Hillebrand, die bereits lang auf dem Dilsberg wohne und beliebt sei, eine Nachfolgerin gefunden habe. „Wir sind froh und dankbar, dass Sie da sind.“, gratulierte Anne Oehne-Marquard für den SPD Ortsverband der Ärztin. Einen besonderen Dank richtete sie an den bisherigen Arzt, der das Aufhören so lange hinausgezögert habe, bis er eine Nachfolgerin fand, „weil sie mit Leidenschaft Arzt sind.“
 
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Anfang des Jahres sei die Entscheidung gefallen die Praxis zu übernehmen, teilte Dr. Hillebrand mit. Die konkrete Planung sein relativ ruhig gelaufen, sie habe ihren Vorgänger begleitet und die Patienten kennengelernt. Neben einem frischen Farbanstrich und neuen Boden, besitzt die Praxis jetzt vor allem ein Ultraschallgerät zur genauen Diagnostik. Als Hypertensiologin (DHL) gilt ihr Schwerpunkt dem Blutdruck einstellen und abklären. Sie bietet an drei Vormittagen und zwei Nachmittagen eine offene Praxis an sowie spezielle Untersuchen nach Vereinbarung. In der Praxisorganisation wird sie wie bisher von Sabine Rupp unterstützt, das schaffe Kontinuität.
 
In ihrer Vita stellte sie berufliche Stationen vor. In Schwäbisch Hall aufgewachsen studierte sie nach dem Abitur in Berlin und machte ihre Ausbildung als Nephrologin. Nach dem Facharzt für Innere Medizin legte sie eine zweijährige Familienpause ein und absolvierte anschließend den Nierenfacharzt. Nach dem zweiten Sohn arbeitete sie in Teilzeit und wechselte mit ihrem Mann, der auf der Suche nach einer Oberarztstelle war, 2004 nach Neckargemünd. Immobilienmäßig wurde sie über die Dilsberger Homepage auf die Gemeinde aufmerksam und gewann den Eindruck, hier lässt es sich gut leben gemäß dem Motto, hier ist die Welt noch in Ordnung. „Der Ort hat uns gut aufgenommen, die Leute sind hilfsbereit und haben ein offenes Ohr.“ Sie machte Vertretungen in verschiedenen Dialysepraxen und arbeitete in einer Praxis für Gefäßerkrankungen, bevor sie beschloss ihr „eigenes Ding“ zu machen. Das bisherige Patientenalter in der Dilsberger Praxis liege zwischen 70 und 90 Jahren, „ich hoffe aber, dass auch ein paar Jüngere kommen.“ Dieser Wunsch könnte bei ihrer schwäbischen Herzlichkeit, Bodenständigkeit und Fachkompetenz durchaus Realität werden.
 
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Ab der kommenden Woche wird im Labor Blut abgezapft, doch an diesem Tag warteten hier leckere Häppchen auf die Besucher, zubereitet und serviert vom Partyservice „Creatives Kochen Angelica Lenz“. Bei einem Rundgang konnte man Ärztin und Räume kennenlernten.
 
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Das nutzten auch zahlreiche Fach-Kollegen, Heilmittelerbringer und Apotheker, die gute Wünsche zur Praxiseröffnung überbrachten. So schauten unter anderem Dr. Sönke Müller (Neckargemünd), Dr. Yvonne Sterk (Wiesenbach), Dr. Konstantin Knauf (Mückenloch) und Dr. Anita Meier-Frick (Neckargemünd) vorbei.
  
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Für die neue Hausärztin war es ein Tag voller Überraschungen. Als sie am Morgen vor die Haustür trat um in ihren Fiat 500 einzusteigen, traute sie kaum ihren Augen, der Kleine entpuppte sich über Nacht als einsatzbereiter „Notarztwagen“. Die lieben Nachbarn hatten sich den Gag ausgedacht und wünschten einen guten Start. Auf ihren Freundeskreis konnte die Ärztin ebenfalls zählen. Die Truppe schaute in der Praxis vorbei und brachte, damit sie sich nicht allein fühlt und jederzeit um Rat fragen kann, einen Marionetten-Medizinmann als Talisman mit.
 
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Ab dem 1. Oktober 2013 beginnt nun der Praxisbetrieb für Dr. Irmtraud Hillebrand. Angesprochen auf die aktuell wieder empfohlenen Grippeschutz- impfungen empfahl sie: „Impfen lassen sollten sich vor allem Ältere und Zuckerkranke oder wer beruflich viel mit Menschen in Kontakt kommt. Das Serum habe ich vorrätig und wer nur zur Schutzimpfung kommt muss auch nicht lange warten.“ In diesem Fall gleich in der Anmeldung Sabine Rupp Bescheid geben.
 
Text: boe
Bilder: bz
© www.dilsberg.de   28.09.2013
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